Hohe Tauern - Alfred von Schmid Haus

Hohe Tauern - Mallnitz - Dösenertal - Arthur von Schmid Haus

Die Tour wurde Mitte Juli 2013 durchgeführt. Sicherungsgeschirr ist nicht notwendig.

Um zum Tour Startpunkt zu kommen, fährt man nach Mallnitz (1191m NN). Kurz hinter dem Ortseingangsschild, biegt man rechts ab Richtung Bahnhof. Diese kleine Straße führt weiter zum Ortsteil Dösen und weiter Richtung Dösener Tal. Der Weg dorthin und zum Wanderparkplatz ist recht gut ausgeschildert. Die kleine Straße endet direkt am Parkplatz (1450m NN) und wird durch eine Schranke versperrt.

09:55 Uhr

Es geht los. An der Schranke vorbei, entlang des breiten Weges, durch ein bewaldetes Teilstück. Rechter Hand ein rauschender Bach, der kurz danach über eine Brücke überquert wird. Ein paar Minuten später erreicht man die erste Attraktion, eine venezianische Säge. Der Bach treibt die Säge über einen durchdachten Mechanismus an. Ein kleiner Pfad führt hinter und unterhalb der Hütte und man kann sich den Mechanismus genauer anschauen. Weiter geht es den breiten Weg ins Tal hinein. Langsam ansteigend und rechts und links durch tolle Berghänge flankiert.

Wanderparkplatz im Dösener Tal  Die restaurierte Venizianische Säge

Vorbei an der Egger Alm und einem großen Wiesenstück, zieht der Weg noch etwas mehr aufwärts.

Das breite Dösener Tal  Das dösenertal wird durch schroffe Berghänge flankiert

10:40 Uhr

Die Konradhütte (1616m NN) ist erreicht. Was diesen Punkt hier so interessant macht, ist die Konradlacke. Ein flacher kleiner See, dessen Größe sehr vom Regen und dem Zufluss des Dösener Baches. Momentan ist er gut gefüllt. Hier könnte man es aushalten. Am Ende des Sees, hört nun der breite Weg auf. Eine letzte kleine Unterstandhütte und ein Hinweisschild zur Arthur von Schmid Hütte und schon ist man auf einen schmalen Trampelpfad. Zunächst wird der Bach wieder über eine kleine Holzbrücke überquert. Nun steht man vor einer Felswand und man fragt sich mal wieder, wo da wohl ein Weg sein könnte. Immerhin ist die Wand zu einem großen Teil locker bewaldet. Der Himmel ist blau, die Sonne tut ihr bestes. 30 Grad sollen es im Tal werden. Nun geht es hinauf. Der Weg windet sich den Berg hinauf. An sich hatte ich Gedacht, dass das letzte Teilstück vor der Hütte der schwierigste Teil sein würde. Ein Irrtum. Das schwerste Stück ist dieses hier. Nicht weil es so stark nach oben gehen würde, der Weg ist angenehm moderat in der Steigung, sondern der Weg an sich. Verwurzelt und steinig. Nicht unbedingt gut zu laufen. Aber es geht. Der Weg eröffnet aber auch mehrmals schöne Blicke zurück auf die Konrad Hütte und die Egger Alm.

Konradhütte im Dösener Tal  Konradlacke an der Konradhütte

Blick auf die Konradlacke und Hütte  Der Dösenerbach

12:15 Uhr

Die Dösener Hütte und ein Wiesenterasse sind erreicht. Die Hütte ist nicht bewirtschaftet, wurde aber gerade grunderneuert und wird noch erweitert. Ein paar Kühe weiden hier. Dann geht wieder aufwärts, durch einen lockeren Lärchenwald, immer flankiert durch den Dösener Bach.

Dösener Hütte  Terrasse an der Dösener Hütte

12:50 Uhr

Und wieder wird eine kleine Terrasse erreicht. Es ist schön angenehm, dass man nicht komplett nach oben geht, sondern auch die Beine ein wenig entlasten kann. Die Bergflanken wirken nun deutlich karstiger. Der Bach windet sich schon fast zu kitschig zwischen kleinen Bäumen. An einer Lärche, hängen ein Kreuz und ein Wegweiser zur Hütte. Davor liegt ein großer Stein, der einen schönen Sitzplatz für eine kleine Rast bietet. Hier wird der Bach, der sich hier in viele kleine Bachläufe teilt, überquert. Mal über positionierte Steine, mal kann man direkt drüber springen. Der Anblick des letzten Teilstücks ist gewaltig. Diese riesige Steinmauer fungiert faktisch als Talsperre. Direkt an oberen Rand müssen der See und die Hütte sein. Wenn man genau hinschaut, sieht man eine kleine grüne Fahne dort oben wehen. Der Serpentinenweg ist gut zu sehen und ist überraschenderweise sehr gut zu laufen. Donnernd kommt ein Wasserfall die Wand hinunter. Kurz unterhalb des Grades befindet sich noch eine gut sichtbare kleine Hütte. Dort muss man knapp dran vorbei. Dann ist sie plötzlich da, die Arthur von Schmid Hütte (2281m NN).

Wasserfall am Arthur von Schmid Haus  Arthur von Schmid haus

13:40 Uhr

An einem Schneefeld muss der gerade beginnende Bach überquert werden, der sich kurz danach den Berg hinunterstürzt. Hier herrscht Postkartenidylle. Der Dösener See glitzert in der Sonne. 40m tief und rechte Hand noch von Schnee flankiert. Hier oben ist es angenehm kühl. Ins Schwitzen ist man aber trotzdem geraten. Der Hüttenwirt begrüßt mich mit einem breiten Kärntener Dialekt und fragt mich so etwas wie "Hoast a Wurscht mitgebracht?". Ich überlege kurz, ob er wohl gemeint haben könnte, dass ich "Durst mitgebracht habe". Ich habe und bestelle eine Limo. Da der Wirt nun erfreut in die Stube läuft und mit einer Limo zurückkommt, muss ich wohl richtig geraten haben und mich hat er auch verstanden. So geht es noch ein paar Sätze weiter, wobei meine interne Übersetzungsmatrix ganz gut funktioniert hat. (Hoffentlich)

Es sind noch einige Wanderer unterwegs. Ich lege mich aber erst mal auf einen der großen Steinquader, am Rande des Sees und relaxe ein wenig. Links voraus ragt die große Gößspitz und nachfolgend das Säuleck, über dass man die Hochalmspitze erreichen kann. Der höchste Berg hier in der Umgebung. Direkt voraus liegt die Mallnitzer Scharte gut sichtbar. Sieht nah aus. Laut Wegweiser wären es 1,5h. Über diesen Weg könnte man zur Gießener Hütte und ins Maltattal absteigen. Leider liegt auf diesem Weg noch zu viel Schnee. Alleine die Schneefelder am Rand des Sees sehen sehr brüchig aus.

Kurz kommt mir der Gedanke, ins Wasser zu springen. Aber genau in diesem Augenblock kommt ein abgebrochenes Stück Eis vorbei. Da dös ich doch lieber noch ein wenig auf den Stein. Zurück geht es über denselben Weg und bietet nun Weitblicke ins Mallnitzertal. Der Abstieg zur Konradhütte ist ein wenig anstrengend. Sobald diese aber erreicht ist, geht es langsam bergab und man kann noch einmal alles ins sich aufnehmen.

Mallnitzer Scharte am Dösener See  Säuleck am Dösener See

Fazit:

Wandertour mit mittler Schwierigkeit. Auch noch für Kinder geeignet. Schön sind die Terassen, die einem Gelegenheit bieten, ein wenig duchzuschnaufen. Sehr zu empfehlen.

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