Hohe Tauern - Mölltal

Hohe Tauern - Mölltaler Gletscher - Schareck - Duisburger Hütte

Die Tour wurde Mitte Juli 2013 durchgeführt. Sicherungsgeschirr ist nicht notwendig.

Zunächst geht es mit dem Auto nach Innerfragant zur Mölltaler Gletscherbahn. Die Straße dorthin ist erfreulicherweise einmal ohne Mautgebühren. Doch die Freude währt nur kurz. Die Gletscherbahn schlägt dann wieder zu. Es gibt drei Streckenabschnitte. Zunächst mit der Bahn durch einen Tunnel zur Mittelstation auf 2200 m über NN, dann kann man mit einer Gondel zur nächsten Station fahren, zum Eisseehaus auf 2795 m über NN. Hier befindet sich der Mölltaler Gletscher, über dem nochmal eine Seilbahn führt, bis kurz vor dem Schareck Gipfel. Da ich weiß, dass momentan noch sehr viel Schnee liegt, entscheide ich mich bis zum Eisseehaus zu fahren, was mich stolze 27,- EUR kostet.

09:45 Uhr 

Es geht los. Nach den Ticketkauf besteigt man die Bahn, die dann pünktlich um 10 Uhr mit deutlichen Thema durch den Tunnel den Berg hinauf rast. Ist das geschafft, geht es geschwind zur Gondel. Zunächst blickt man auf eine Felswand und es sind noch einige Schneefelder vorhanden. Ich sehe, dass meine Entscheidung richtig war, nicht von der Mittelstation los zu gehen, da gerade der Aufstiegsweg noch voll mit Schnee ist. Die Fahrt führt mich vorbei an der Duisburger Hütte und endet, faktisch mitten auf dem Gletscher, beim Panoramarestaurant Eisseehaus.

Mölltaler Gletscherbahn  Eisseehaus Hohe Tauern

10:25 Uhr

Ich stehe vor dem Eisseehaus und blicke auf den Gletscher. Hier sind noch Scharen von Skifahrern, die mal mehr, mal weniger riskant den Gletscher hinuntersausen. In entgegengesetzter Richtung entfaltet sich das Bergpanorama der Hohen Tauern. Massive, zackige Felsformationen. Im Hintergrund schält sich gerade die Glocknergruppe aus den Wolkenfeldern. Sehr beeindruckend. Die Schneeschmelze ist im vollen Gang. An manchen Stellen ragen die Felsen bereits heraus, an anderen Stellen ist der Schnee noch über 2 Meter hoch. Den Lift zum Schareck möchte ich nicht nehmen. Also am Rande der Piste nach oben. Die Pisten sind gut präpariert und am Rand kommt man erstaunlicherweise sogar gut voran. Die Piste wird nun steiler und es wird rutschiger. Die Sonne bildet eine leichte Wassereisschicht. Zwischendurch kann man auf kleinen Felsvorsprüngen kurz rasten, schauen und sich das nächste Teilstück anschauen. Parallel zu mir läuft ein Paar in Turnschuhen! den Berg rauf. Erstaunlicherweise kommen sie im ersten Teilstück gut voran, müssen dann aber am Steilstück passen und legen sich auf einem Felsen in die Sonne.

Skipiste Schareck Mölltaler Gletscher  Schneeschnmelze Mölltaler Gletscher

Kurz vorm Grad wird es nun doch extrem rutschig. Steigeisen habe ich nicht und wenn ich nach links zum Gipfelkreuz schaue, sehe ich, dass der Weg durch den Schnee nicht ganz ohne ist. Ich schaue mir das Panorama an. Von hier aus wäre es per Luftlinie ein Katzensprung nach Sportgastein und zur Hagener Hütte. Ich entschließe mich, das Risiko nicht einzugehen und steige den Berg wieder ab. Die Sonne leistet nun gute Arbeit. Es wird immer rutschiger. Auch die Skianfänger bekommen das zu spüren. So mancher Ski, fährt alleine den Hang hinab.

Schnee Schareck  Blick auf die Glockner Berge

Schareck Spitze  Mannshoher Schnee

11:30 Uhr

Ich bin wieder auf der Höhe des Eisseehauses. Am kleinen Speichersee, der fast noch komplett gefroren ist, kann man an der Kante entlanggehen und erhält wieder tolle Aussichten. Nun geht es Richtung Duisburger Hütte. Ich nutze dafür zunächst die Skipiste, die teilweise Eisfrei ist. Aber nur teilweise. Auf den trockenen Abschnitten kommt man gut voran, aber dort wo noch Schnee liegt, ist es gar nicht so einfach. Man bricht doch manchmal ziemlich tief in den Schnee ein. Auf halber Höhe verläuft dann ein Trampelpfad hinab zur Hütte. Auch der ist an einigen Stellen durch den Schnee nicht ohne und man muss sich Alternativpfade suchen.

Blick auf die Hohen Tauern  Blick auf den Eissee Schareck Gruppe

12:25 Uhr

Die Duisburger Hütte ist erreicht (2572 m über NN). Die Wirtsleute grüßen mich freundlich. Momentan bin ich der einzige Gast. Hinter mir am Berg, ist aber gut zu sehen, wie sich einige Familien durch die Schneefelder zur Hütte voran arbeiten. Ich trinke mir eine Cola und unterhalte mich kurz mit dem Wirt. Er klagt ein wenig darüber, dass durch den vielen Schnee die Wege zu Hütte noch nicht ganz frei sind und dass weder von unten, noch vom Eisseehaus viele Gäste kommen. Aber bei dem schönen Wetter, das noch länger anhalten soll, wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis alles Schneefrei ist. Zum Schluss gibt mir der Wirt noch den Rat, den Wirtschaftsweg (also quasi die Skipiste zur Mittelstation) zu nehmen und nicht die Abkürzung durch den Felsenpfad, der etwas später ebenfalls auf den Wirtschaftsweg stößt. Auch hier, wie zuvor, gibt es Abschnitte, die absolut Schneefrei sind und man gut voran kommt und es gibt wieder Schneefelder (an den steileren Stücken), bis hinab zur Mittelstation, die nicht ganz so einfach zu laufen sind. Spätestens hier weiß ich, dass meine Entscheidung bis zum Gletscher zu fahren gut war. Eigentlich ist es durchaus zu empfehlen, nur bis zur Mittelstation zu fahren und von dort zur Hütte zu wandern. Das hätte mich aber heute nicht glücklich gemacht.

Duisburgerhütte  Duisburgerhütte Eingang

Wirtschaftsseilbahn der Duisburgerhütte  Abstieg zur Mittelstation

13:40 Uhr

Die MIttelstation ist wieder erreicht. Es geht mit der Bahn wieder hinab zum Auto. Auch wenn der Schnee etwas den Weg erschwerte, war das Panorama bombastisch. Grundsätzlich ist aber immer ganzjährig mit Schnee ab 3.000 m Höhe zu rechnen.

Hohe Tauern Schneeschmelze  Kurz vor der Mittelstation der Mölltaler Gletscherbahn

Fazit

Durch die Bahnen ist alles schnell und einfach zu erreichen. Ab August sollte der Schnee soweit weg sein, dass es empfehlenswert ist, nur bis zur Mittelstation zufahren und von dort aus zu laufen. Die Weg sind dann gut begehbar und markiert.

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