Sauerland Waldroute - Marsberg

Von Bleiwäsche nach Marsberg

Die Bilder lassen sich durch anklicken vergrößern.

Bisher gelaufen: 152,3 km; 40h 45 Min

Minute 0 (2445)

Es ist soweit. Der Ziel und Startpunkt der Sauerland Waldroute (Marsberg) soll heute erreicht werden. Es geht los vom Waldhotel Fischer in Bleiwäsche. Kurz hinter dem Hotel befindet sich ein Informationsschild. Der Weg führt nun rechter Hand an der Flanke des Schweinskopf Berges entlang. Rechts sieht man nach kurzer Zeit das Landhotel Waldwinkel durch die Bäume schimmern. Sieht nobel aus. Eventuell der Grund, warum das Hotel Fischer zum Verkauf steht. Allerdings erfahre ich später aus dem Internet, dass auch dieses Hotel geschlossen ist. Nach zehn Minuten verlässt man das Waldstück nach rechts, auf einen breiteren Wirtschaftsweg, dem nach links zu folgen ist (W, B7). Rechter Hand befindet sich nun eine Pferdekoppel, auf dem auch eine Menge Pferde zu sehen sind. Es geht zunächst leicht nach oben, dann bleibt der Weg weitestgehend waagerecht. Hohe Fichten sind nun in alle Richtungen zu sehen. Optimales Pilzgebiet. Dem entsprechend sehe ich auch viele Sammler, aber auch wieder Wildschweinspuren.

Weg am Waldhotel Fischer in Bleiwäsche  Pferdekoppel in Bleiwäsche

Am Schweinskopf an der Sauerland Waldroute  Schweinskopfan der Sauerland Waldroute

Minute 20 (2465)

An einem Hochsitz biegt man nun nach links ab. Die Umgebung hier heißt Krautkopf. Der Weg führt aber weiterhin waagerecht durch den Wald. In anderen Tourenbeschreibungen heißt es, dass dieses Teilstück eines der schwereren ist. Bisher ist der Weg aber locker zu laufen. Aber das mag ja noch kommen. Ab und an stoßen andere Wege auf die Waldroute, aber die Symbole sind gut sehen. Kein Problem. Es gibt nun immer wieder stimmungsvolle Wechsel zwischen Fichten, Laub-, Mischwald und Rodungsflächen. Der Herbst hat nun mächtig Einzug gehalten. Grün, Gelb, Rot herrscht vor.

Hochsitz am Krautkopf an der Sauerland Waldroute  Krautkopf an der Sauerland Waldroute

Wegespinne am Krautkopf an der Sauerland Waldroute  Madfelder Wald an der Sauerland Waldroute

Herbstlicher Baum an der Sauerland Waldroute  Herbstliche Bäume an der Sauerland Waldroute

Wald am Bembruchskopf an der Sauerland Waldroute  Kurz vor dem Aa Platz an der Sauerland Waldroute

Minute 55 (2500)

Kurz vor einem in der Wanderkarte eingezeichneten Wanderparkplatz, verlasse ich den Wald. Rechts von mir ist eine große Wiese. Nur eine Scheune befindet sich mitten darauf und eine junge Kuh. Als die Kuh mich erblickt, rennt sie in vollen Galopp unter kräftigen Muhen auf mich zu. Ich kann nur hoffen, dass die Kuh weiß was ein Stacheldrahtzaun ist. Kurz vor dem Zaun bremst sie ab. Immer noch laut Muhend begleitet sich mich nun ein Stück des Weges, bis zum Wanderparkplatz. Scheinbar ist die Kuh froh, mal jemanden zu sehen. Andere Kühe sind nämlich nicht zu entdecken. Als ich sage, dass sie mal leckere Schnitzel abgeben wird, hört sie mit dem Muhen auf. Am Wanderparkplatz angekommen (Auf dem Aaplatz), entdecke ich ein Informationsschild, aber wo man hier parken soll, ist mir ein Rätsel. 

Am Aa Platz an der Sauerland Waldroute  Baumstumpf am Aa Platz an der Sauerland Waldroute

Wiese am Aa Platz an der Sauerland Waldroute  Wilde Kuh am Aa Platz an der Sauerland Waldroute

Nun geht ein Trampelpfad links ab, über eine Wiese. Die Kuh trabt langsam wieder zurück, zur Scheune. Ein kleiner Bach (Große Aa) wird über eine kleine Holzbrücke überquert und dann steht man vor einer Wand. Vor mir ragt der Berg Himbeerkopf auf. Schon beeindruckend. Wirklich steil, dass sich hier die Fichten halten können, ist schon ein Kunststück. Der Weg führt nicht direkt hinauf, sondern folgt waagerecht der Flanke nach rechts weiter, immer entlang der Großen Aa (W, X15, M1). Rechts die Große Aa, Wiesen und Felder, links steile Hänge und Wald. Ab und an ein paar Rodungsflächen. Bis hierhin, hat der Weg wirklich Spaß gemacht. Ich bemerke, dass der Weg plötzlich an Höhe gewinnt und man leicht ins Schwitzen kommt. Für Mitte Oktober ist es mit 20 Grad und puren Sonnenschein, sehr warm.

Pfad zum Himbeerkopf  Holzbrücke über die Große Aa

Der Himbeerkopf  An der Flanke des Himbeerkopf

Minute 100 (2545)

Die Bergkuppe ist erreicht. Eine Wegespinne, mit zwei Bänken, einer guten Fernsicht über das Aatal und einen Findling, der mir nun sagt, dass ich am Aa-Stein angekommen bin. Hier mache ich erst mal eine kleine Pause und lasse die Umgebung auf mich wirken. Es sind hier einige Fahrradfahrer unterwegs. Der Weg geht nun rechter Hand weiter, meist waagerecht (W, X15).

Einzelne Bäume am Himbeerkopf  Indian Summer am Himbeerkopf

Die Große Aa  Der Aa Stein an der Sauerland Waldroute

Nach zehn Minuten erreicht man einen weiteren Findling mit der Aufschrift Fürstenberg. So scheint die Umgebung hierzu heißen. Symbole und Wegweiser sagen mir nun an, dass ich den Weg nach links fortsetzen soll (W, A2). Das mach ich doch glatt. Hinein geht es in einen Laubwald. Durch die Sonne hat man hier nun ein Stimmungsvolles Licht. Grün Und Gelb wechseln sich ab. Es geht um eine kleine Biegung und plötzlich bin ich von gelbem Licht umflutet. Die Fotos geben die Intensität gar nicht richtig wieder. Der Boden bedeckt von rotem Laub, über mir nur gelb. Wow. Indian Summer im Sauerland. Hab ja schon einiges derart erlebt, aber da bin ich wohl gerade am richtigen Ort, zu richtigen Zeit.

Am Fürstenberg Stein  Indian Summer am Stephansberg

Indian Summer nahe Marsberg  Leuchtendes Gelb im Wald

Minute 140 (2585)

An einem alten Baumstumpf mit Wegweisern, treffe ich den Förster, mit dem ich mich kurz unterhalte. Der gibt mir sofort den Tipp, dass ich an der nächsten Wegespinne aufpassen soll. Die Waldroute würde dort steil nach unten gehen, die meisten Wanderer würden das Symbol aber übersehen und dann ziellos durch die Gegend irren. Und tatsächlich, als ich an der Wegespinne ankomme, sehe auch ich das Symbol nicht. Laut Karte und Gefühl gehe ich den richtigen Weg. Aber der Förster meinte ja, dass der Weg steil nach unten führt. Und das tut er nicht. Also ein paar Meter zurück. Und tatsächlich, da ist ein Pflock mit einem Symbol, dass auf einen Trampelpfad zeigt, den man zunächst kaum wahrnimmt. Also hinab. Der Pfad ist wirklich steil und angefeuchtet. An manchen Stellen sehr glitschig. Dieser Verbindungspfad endet wieder auf einen breiteren Wirtschaftsweg, denn man nun nach rechts, etwas Bergauf, folgt. Ein paar Minuten später geht es dann deutlich Bergab. Marsberg muss schon ganz in der Nähe sein. Wieder wechseln sich Fichten, Rodungsflächen und Mischwald ab, aber es geht weiterhin stetig nach unten. Laut Karte sind es nur 150 Höhenmeter. Gefühlt das doppelte.

Baumstumpf mit Wegweisern an der Sauerland Waldroute  Steiler verdeckter Verbindungspfad

Letztes Wegstück nach Marsberg  Kurz vor Marsberg an der Sauerland Waldroute

Minute 190 (2635)

Marsberg ist erreicht. Nachdem man an den ersten Häusern auf der rechten Seite entlangläuft und man auf der linken Seite eine Eselsfarm sieht, ist das Tor zur Sauerland Waldroute in Marsberg erreicht. Hurra. Etwas versteckt, hinter zwei Containern, befinden sich wieder die altbekannte Fahne, die Bänke und die Vier Holzstähle. Allerdings ist man dann etwas enttäuscht, dass keine Informationsschilder montiert sind. Und das hier? In Marsberg, am Start- und Zielpunkt der Route, Heimat der Irminsul? Nun ja, ganz ist die Route ja noch nicht beendet. Nord und Südroute treffen sich auf der anderen Seite von Marsberg, auf der Eresburg. Vielleicht ist ja da mehr zu finden.

Abwärts nach Marsberg  Die letzten Meter nach Marsberg

Marsberg  Tor zur Sauerland Waldroute in Marsberg

Strecke: 12 km
Dauer:3h 10 Min
Schwierigkeit: Mittel

Gesamststrecke: 164,3 km
Gesamtdauer: 43h 55 Min

Fazit: Der Weg nach Marsberg war einfacher als ich gedacht habe, bzw. wie in anderen Tourenberichten nachzulesen. Die Höhepunkte dieses Teilstücks war schlicht der Wald, der durch die Herbstlichen Farben ein grandiosen Stimmungsbild geliefert hat.

Tipp: Wer zurück nach Bleiwäsche laufen will, sollte zunächst denselben Weg wieder zurück, bis zum Aa Stein laufen. Alle alternativen Wege sind im Moment durch Waldarbeiten stark befahren, schlammig und teilweise zerstört. Am Aa Stein dann aber nicht nach links hinunter, auf dem bekannten Weg, sondern geradeaus. Ein breiter Wirtschaftsweg führt über die Kuppen der Berge, die man auf dem Hinweg nur von unten bestaunen konnte. Ein asphaltierter Weg führt dann links hinunter zum Aa Platz, kurz hinter der kleinen Brücke. Hier die Brücke aber nicht überqueren, sondern weiter geradeaus, an Bach entlang. Hier öffnet sich ein schönes Tal und nach ein paar Minuten erreicht man die Schützenwiese. Erkennbar durch ein altes Doppelgebäude, dass an den Baustil der vierziger Jahre erinnert. Hier links hinauf. Kurz danach erreicht man eine Schutzhütte. Von hier aus sind große Schilder nach Bleiwäsche zu finden (Glashüttenweg). Der Weg endet wieder direkt am Hotel Fischer.

Kategorie: 
Video: