Sauerland Waldroute - Balver Höhen

Von Ispei nach Volkringhausen

Bisher gelaufen: 4h; 15,4 km

Minute 0 (240)

Der dritte Teil hat es in sich. Zum einen geht es auf den höchsten Punkt der Umgebung, zum anderen wird man grandiose Weitsichten erhalten und eine Höhle erkunden. Los geht es vom Wanderparkplatz in Stephanopel. Begleitet werde ich auf diesen Streckenabschnitt von zwei Kollegen aus dem wilden Osten. Obwohl ich angekündigt habe, dass die Strecke ca. 10 km lang sei, gehen beide wohl davon aus, dass wir nur 10 Minuten wandern und dann in eine Kneipe einkehren. Tja, so kann man sich irren.

Direkt am Parkplatz geht es steil Bergauf (W, A4, <>) durch den Wald, auf einen gerade neu hergerichteten Wirtschaftsweg. Nach ca. 10 Minuten kommt von links treffend der Klosterweg. Wir halten uns aber rechts, immer noch steil ansteigend. Hier ist wieder Kyrill Gebiet. Immerhin haben wir nun eine immer bessere Sicht auf die umliegenden Täler.

Parkplatz Stephanopel  Wirtschaftsweg nach Nieringsen

Kyrill Gebiet  Blick in die umliegenden Täler

Minute 20 (260)

Die erste Bergkuppe ist geschafft. Hier befindet sich eine Wegespinne und eine Bank zum Rasten. Man hat schon gut geschwitzt und ist am keuchen. Der Weg Bergab führt nach ein paar Minuten zur Siedlung Nieringsen. Hier war mal eine Talsperre geplant. Hier entspringen die Trinkwasserquellen für die Stadt Hemer. Wir halten uns rechts, direkt in den Wald hinein. Nunmehr ein Pfad, schlängelt er sich hindurch, nur noch mäßig ansteigend (W, (HE), <>, 3). Nach 10 Minuten wechselt der Pfad wieder zu einem Wirtschaftsweg. Hier steht ein kräftiger Baum. Rechter Hand ist der Höhweg, ein Zuführungsweg zur Waldroute. Wir halten uns links, es geht noch ein Stückchen höher.

Blich ins Stephanopler Tal  Nieringser Höhe

Waldpfad zur Balver Höhe  Kreuzungspunkt kurz vor der Balver Höhe

Minute 40 (280)

Sagenpunkt Nummer 4 ist erreicht. Es sei nur so viel gesagt: Es geht um Alkohol. Rechter Hand befindet sich eine kleine Schutzhütte. Der Weg führt nun waagerecht nach links weg (W, 3, (HE), X18). Hier empfehle ich aber, eine Variante zu gehen. Diese ist kein Umweg, führt aber zum höchsten Punkt, mit einer grandiosen Aussicht. Nirgendwo sonst auf der Waldroute, wird man wieder so einen breiten und tiefen Fernblick über das Sauerland haben. Also vom Sagenpunkt den Wirtschaftsweg am Berg leicht ansteigend hinauf. Fünf Minuten später ist man am höchsten Punkt, der Balver Höhe (546m über NN). Dank Kyrill hat man nun einen weitreichenden Blick über das Sauerland und im Norden Richtung Dortmund und dem Münsterland. Bank und Tisch laden zum Verweilen ein. 15 Minuten Pause.

Sagenpunkt 4 der Sauerländer Waldroute  Wegspinne am Sagenpunkt 4

Wilder Osten trifft Sauerland  Blick von der Balver Höhe ins Sauerland

Es geht den Weg weiter. Nach ca. drei Minuten knickt der Weg um 90 Grad nach rechts ab (X1). Genau hier führt auch ein etwas unscheinbarer Weg nach links den Berg hinunter. Diesen gehen wir. Noch einmal hat man einen schönen Blick auf Hemer und in der Ferne auf Dortmund. Weitere sieben Minuten später mündet der Weg nun wieder genau auf eine Wegspinne mit einer Informationstafel. Genau hier wären wir in gleicher Zeit mit dem offiziellen Weg angekommen. Meine Variante bietet aber mehr. Nun geht es rechts hinab in ein Tal, flankiert durch den Binoler Berg. Rechts und links sind immer noch die Spuren von Kyrill zu sehen, bevor es wieder in den Wald geht.

Blick Richtung Hemer Sauerland Waldroute  Wegespinne Sauerland Waldroute

Abwärts ins Hönnetal Sauerland Waldroute  Kyrill Felder Sauerland Waldroute

Minute 75 (315)

Sagenpunkt 5 in Brockhausen ist erreicht. An dieser Stelle geistern gleich mehrere Personen unabhängig voneinander rum. Mal mit, mal ohne Beine. Der Weg führt nun an Gut Bäingsen vorbei, ein altes Rittergut. Von der Wehrkirche, ist noch der Turm erhalten. Kurz nach dem Gut folgt man linker Hand den Weg ins Hönnetal hinab (W, X4, A3). Ziel ist nun die Feldhofhöhle. 

Sagenpunkt 5 der Sauerländer Waldroute  Weg nach Bäingsen Sauerland Waldroute

Rittergut Bäingsen Sauerland Waldroute  Weg vorbei an Gut Bäingsen Sauerland Waldroute

Auf einem wiesenhaften Holzwendeplatz führen zwei Wege ab, einer geht leicht nach links und einer nach rechts. Das Symbol zeigt nach rechts. Irgendetwas stimmt da nicht. An sich müssten wir weiter nach unten. Wir folgen den Symbol und stehen 10 Minuten später am Ende des Weges, mitten im Wald. Da scheint wohl jemand das Schild gedreht zu haben. Nun, schlimm ist das nicht, denn man muss nur einfach den Berg leicht hinab gehen und trifft dort automatisch wieder auf die Waldroute. Also den Waldrouten Weg ein Stück zurück und dann liegt Sie vor uns, die Feldhofhöhle (Infos).

Minute 110 (350) (abzüglich 15 Min. Umweg)

Das Hönnetal bietet 75 kleinere und größere Höhlen. Manche sind versteckt, am bekanntesten ist die Reckenhöhle, für die man allerdings auch Eintritt zahlen muss (Info). Die Feldhofhöhle ist offen und bietet zunächst ein große, hohe Halle. Man kann recht tief in den Berg hinein. Hier wird es allerdings enger und Höhlenequipment ist nun ein Muss. Schön, wenn man eine Lampe dabei hat. Nun gehen wir das Hönnetal entlang (W, X4, A3). Es geht nun Schlag auf Schlag. Kurz hinter der Höhle befindet sich Sagenpunkt 6. Hier geht es um die Geschichte der Burg Klusenstein (Infos), die sich ganz in der Nähe befindet und einen bösen Zauberer. Fünf Minuten später ist man am Sagenpunkt 7. Hier geht es um die Geschichte der sieben Jungfrauen. Diese Felsformation ist gut zu sehen. Allerdings muss man sagen, dass die Felsen nur noch Kulisse sind. Direkt dahinter ist ein großer Steinbruch und ein großes Loch.

Eingang der Feldhofhöhle Sauerland Waldroute  Sagenpunkt 6 der Sauerländer Waldroute

Die sieben Jungfrauen im Hönnetal Sauerland Waldroute  Sagenpunkt 7 der Sauerländer Waldroute

Es geht weiter. Immer dem Hönnetal entlang, parallel zum kleinen Fluss Hönne und wer genau aufpasst, sieht dann und wann Eingänge zu kleineren Höhlen. Einzig die viel befahrene Bundesstraße stört hier ein wenig. Der Pfad führt unter Brücken und hinter dem alten Bahnhof Binolen lang. In einer der alten Höhle war im zweiten Weltkrieg eine kleine Benzinfabrik. Die Reste davon, sind aber nicht für normale Wanderer zu erreichen.

Minute 145 (385)

Die Gemeindehalle von Volkringhausen ist erreicht. Hier befindet sich eine schöne Bank im Schatten eines Baumes. Hier endet die erste Etappe der Sauerländer Waldroute. Hat Spaß gemacht.

Pfad der Hönne entlang Sauerland Waldroute  Brücke an der Hönne Sauerland Waldroute

Binolen Sauerland Waldroute  Volkringhausen Sauerland Waldroute

Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer
Strecke:10 km
Dauer:2h 25 Min

Gesamtstrecke: 25,4 km
Gesamtdauer: 6h 25 Min

Fazit: Die erste Etappe ist nicht ganz leicht, weil man mehrmals die Berge rauf und wieder runter muss. Sie macht aber Spaß, ist abwechslungsreich und ist das ganze Jahr über begehbar.

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