Sauerland Waldroute - Kallenhardt

Von Warstein nach Kallenhardt

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Bisher gelaufen 102,1 km; 26h 10 Min

Minute 0 (1570)

Es geht los vom Parkplatz Haus Waldfrieden, an der Warsteiner Brauerei bzw. Besucherzentrum. Rechter Hand liegt das Haus Waldfrieden, direkt voraus sieht man im Tal die Brauerei, die Waldroute führt nun links ab, in den Wald und den Berg deutlich hinauf. Die höchste Erhebung ist hier der Tüppel Berg mit 461m über NN. Kurz unterhalb der Kuppe verläuft der Weg. Einige Rodungsflächen passiert man. Die Sonne kommt nun wieder mit Macht heraus.

Warsteiner Brauerei an der Sauerland Waldroute  Pfad zum Tüppel Berg an der Sauerland Waldroute

Auf dem Tüppel Berg an der Sauerland Waldroute  Licjtung auf dem Tüppel Berg an der Sauerland Waldroute

Minute 20 (1590)

Der Pfad trifft auf einen breiten Wirtschaftsweg, der kurz links gelaufen werden muss und steht dann vor einer Wegespinne mit einem großen Michael Kreuz. Bei genauerer Betrachtung ist hier auch ein Gedenkstein zu sehen. Hier haben SS Schergen in den letzten Kriegstagen noch 71 russische Kriegsgefangene erschossen. Nun muss man aufpassen. Läuft man den Hauptweg weiter, gelangt man zum Melkeplätzchen. Schräg gegenüber des Kreuzes befindet sich ein Pfad in den Laubwald hinein. Das W Symbol ist leicht zu übersehen, obwohl es gut platziert wurde.

Melkeplätzchen an der Sauerland Waldroute  Bäume am Melkeplätzchen

Gedenkstein für russische Kriegsgefangene  Wegweiser an der Sauerland Waldroute

Der Pfad wechselt nun von Laubwald in einen Fichtenwald, wo sich alte und junge Baumbestände abwechseln. Ab und an sieht man linker Hand Hallendächer durchs Dickicht blinken. 

Minute 50 (1620)

Der Pfad trifft auf einen geschotterten Fahrweg, den man nun rechts folgen muss. Nach ein paar Minuten erreicht man eine Furt, an der sich eine Informationstafel und ein Eichenkreuz befindet.

Waldpfad an der Sauerland Waldroute  Weg zur Furt an der Sauerland Waldroute

Eichkreuz an der Sauerland Waldroute  Furt an der Sauerland Waldroute

Der Weg trifft nun auf einen asphaltierten Landwirtschaftsweg. Vor mir liegen große Felder. Etwas weiter über den nächsten Hügel sieht man kurz die Kirchturmspitze von Kallenhardt und unterhalb des Hügels den Hohen Stein, der relativ unspektakulär aussieht. Noch. Ich muss kurz nach rechts und dann nach links. Nach fünf Minuten sagt mit ein Schild an einer Hecke, dass ich nun wieder links muss, etwas abwärts gehend. Am Ende vom Feld geht es noch einmal in ein Waldstück. Links liegt die Fahrzeugschranke. Holla. Die meinen es aber ernst hier. Die Schranke ist mit Stahlzähnen gesichert.

Wäschebach an der Sauerland Waldroute  Landwirtschaftsweg an der Sauerland Waldroute

Blick Ricjtung Hoher Stein an der Sauerland Waldroute  Farhzeugschranke mit Stahlzähnen

Zwei Minuten später geht es nach rechts und an einem Hochsitz wieder nach links, Bergab. Ein schöner Trampelpfad, der zwischen den Tannen  herführt. Ein alter umgekippter Hochsitz muss kurz passiert werden, dann mündet der Pfad wieder in einen Wirtschaftsweg. Jetzt nach rechts, der Wald lichtet sich und ein paar Minuten später führt ein weiterer Pfad nach Links zu einer kleinen Holzbrücke (W, A8). Der Hohle Stein ist bereits zu sehen. Hier taucht ein neues W Symbol auf. Ein blaues W auf weißen Grund. Nanü?

Pfad zum Hohen Stein an der Sauerland Waldroute  Kurz vorm Hohen Stein an der Sauerland Waldroute

Brücke am Hohen Stein an der Sauerland Waldroute  Bach am Hohen Stein an der Sauerland Waldroute

Minute 85 (1655)

Das Gebiet des Hohen und des Hohlen Steins ist erreicht (Infos). Die Felsen sind Reste eine ehemals deutlich größeren Felsmassivs, der Steinbrucharbeiten zum Opfer gefallen ist. Nachdem ich die Brücke überquert habe, sind man etwas weiter Rechts einen Höhleneingang. Man darf hier hinein, natürlich auf eigene Gefahr. Direkt hinter dem Eingang wird die Decke deutlich niedriger, aber man kann die sich dahinter befindliche größere Kammer schon sehen. Kinder kommen hier locker durch. Ich entschließe mich den Felsen linker Hand hinauf zu gehen (der Pfad ist gut zu sehen), dann befindet man sich am Haupteingang, der auch gleichzeitig die Haupthöhle ist. Weit kann man nicht rein gehen, aber imposant ist es schon. Zwei Kletterer machen sich gerade fertig. Sie wollen die innere Höhlenwand hoch klettern. Ich gehe den Pfad wieder hinunter. Die Waldroute führt nun den Bach (Lörmecke)entlang, den man des Öfteren mittels kleine Holzbrücken überquert (W, A5, A6). Ab und an sieht man rechter Hand Spalte und kleinere Höhleneingänge, die aber gesichert sind.

Der Hohle Stein an der Sauerland Waldroute  Oberer Eingang des hohlen Stein an der Sauerland Waldroute

Kleiner Eingang des hohlen Stein an der Sauerland Waldroute  Pfad entlang der Lörmecke an der Sauerland Waldroute

Nach ein paar Minuten, geht es rechter Hand kurz steil den Hügel hinauf, dann geht es links weiter, immer noch dem Bach entlang, nur etwas erhöht. Allerdings hat sich das Landschaftsbild hier schlagartig geändert. Rechts vom Pfad sieht es fast aus wie im Alpenvorland. Links sind hohe Tannen und es sieht wie im Sauerland aus. Der Hohe Stein ist zu sehen, den ich jetzt faktisch umrunden muss. Davor eine mit kleinen Felsen durchsetzen Wiese und nur ein paar Bäume. Informationsschilder geben Auskunft über die Entstehungsgeschichte, den Bergbau und die Viehzucht. Früher waren hier keine Bäume und als die Felsen hie noch nicht abgebaut waren, muss es richtig gewaltig ausgesehen haben. Ich bin Begeistert. Es sieht einfach nur toll aus hier.

Kurz vorm Hohen Stein an der Sauerland Waldroute  Schöne Bäume an der Sauerland Waldroute

Der Hohe Stein an der Sauerland Waldroute  Hoher Stein an der Sauerland Waldroute

Imposanter Fels an der Sauerland Waldroute  Bruchgebiet an der Sauerland Waldroute

Wiese mit Steinen durchsetzt an der Sauerland Waldroute  Wiese an der Sauerland Waldroute

Minute 115 (1685)

Der Pfad trifft nun auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg. Ich muss rechts hinauf gehen, zunächst noch von Wiesen flankiert dann von Maisfeldern. Man hat noch einmal einen schönen Blick auf den hohen Stein. Nach ein paar Minuten komme ich an eine Wegespinne. Geradeaus geht die A8 weiter, die Waldroute geht rechts ab. Linker Hand ist ein Maisfeld eingezäunt und mehrere Schilder weisen darauf hin, dass hier Lebensgefahr besteht. Aha. Ein paar weitere Minuten geht es links ab. Ich stehe jetzt faktisch oberhalb des hohen Steins, was man hier aber nicht sonderlich bemerkt, dafür hat man nun einen tollen weitläufigen Blick über Wiesen und Äcker. In der Ferne sehe ich auch meinen Weg, den ich bisher gegangen bin. Aber wieder die Schilder, dass man im eingezäunten Feld in Lebensgefahr ist. Ich betrachte mir das genauer, sehe aber nur ein kleines Maisfeld und einen umgepflügten Acker. Nicht besonderes. Hier befindet sich auch wieder eine Fahrzeugschranke. Wieder behaftet mit Stahlzinken. Vielleicht will man ja nicht verhindern, dass man auf das Feld geht, sondern das von Feld etwas hinaus gelangt?! Vielleicht gibt es ja dort Killer Kaninchen. Nach ein paar Minuten gelangt man an einen Informationsplatz. Ich sehe diverse Sitzbänke, eine Wasserpumpe und Informationstafeln. Nun klärt sich auch, was es mit dem blauen W Symbolen auf sich hat. Hier haben die Lörmecker Stadtwerke an verschiedenen Stellen Informationen und Geräte zum Ausprobieren aufgebaut. Es gibt Informationen zum Thema Wasser und den Kalkbergen in der Nähe. Fliesswege. Aha.

Richtung Kallenhardt an der Sauerland Waldroute  Abgesperrtes Areal an der Sauerland Waldroute

Kurz vor Kallenhardt an der Sauerland Waldroute  Informationsplatz der Fliesswege an der Sauerland Waldroute

Von hier aus sieht man bereits Kallenhardt ganz gut. Kurz nach dem Infoplatz geht es nach links und dann am Tagebau nach rechts. Leider sieht man kaum was vom Tagebau, da Erdwälle und Sträucher die Sicht behindern. Dann bin ich auch schon drin im Dorf (Infos). Vor mir liegt der Friedhof. Kurz nach rechts gehen, dann nach links und dann wieder links eine kleine Gasse entlang. Der Friedhof wird also umrundet. Die Kallenhardter haben das verbriefte Recht im Kommunalwald Holz zu schlagen. Es riecht hier auch leicht nach Holzheizung. Überall sieht man geschlagene Holzscheite aufgetürmt. Ich sehe ein paar Dorfbewohner, wie sie gerade neues Holz heran bringen. Irgendwie erinnert mich das an Paris. Die Pariser laufen morgens immer mit einem Baguette unterm Arm. Die Kallenhardter mit einem Holzscheid. Plötzlich wird mir ganz romantisch zumute. Der Grund dafür ist schnell gefunden, ich stehe auf dem Parkplatz des Romatikhotels Knippschild (Infos).

Kallenhardt in Sicht an der Sauerland Waldroute  Kallenhardt

Friedhof von Kallenhardt  Romatikhotel von Kallenhardt

Ich überschreite die Hauptstraße und es geht leicht nach oben, Richtung Kirche. Der alte Kern von Kallenhardt ist noch umgeben von einer Stadtmauer. Die ist zwar nicht mehr allzu hoch, gibt aber noch einen guten Einblick, wie trutzig das Dorf hier auf dem Hügel gethront hat. Ein Seiteneingang der Kirche ist offen, so dass man einen Blick in den Hauptraum werfen kann. Schräg gegenüber der Kirche befindet das ein Tor zur Sauerland Waldroute, meinen heutigen Zielpunkt.

Wehrmauer von Kallenhardt  Kirche von Kallenhardt

Innenbereich der Kirche von Kallenhardt  Tor zur Sauerland Waldroute in Kallenhardt

Minute 170 (1740)

Der Zielpunkt ist erreicht. Kallenhardt ist ein schönes, kleines, gemütliches Dorf.

Schwierigkeitsgrad: Leicht
Strecke:9,4 km
Dauer: 2h 50 Min

Gesamtstrecke: 111,5 km
Gesamtdauer: 29h

Fazit: Toller Streckenabschnitt. immer wenn man denkt, es könnte nicht besser kommen, wird man doch überrascht. Der Waldteil ist toll, der Hohe Stein hat mich Begeistert, und Kallenhardt und Umgebung sehen wirklich Schmuck aus. Sorgen machen mir nur die vermeintlichen Killer Kaninchen.

Tipp: Wer zurück will, läuft am besten am Friedhof vorbei, dann aber nicht die Strecke, die man gekommen ist, sondern den Berg hinunter (A8). Von dort geht es zum Wanderparkplatz Hohler Stein (Schilder folgen). Hier hat man noch einmal eine ganz andere Sicht auf die Gegend. Dann ist man flucks an der Höhle, von dort zurück bis zur Furt und dann von dort Richtung Industriegebiet. Denn Weg bis zum Ende durchgehen. Links liegt ein Wanderparkplatz. Von hier läuft ein gerader breiter Wanderweg zurück zum Warsteiner Besucherzentrum.

 

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