Sauerland Waldroute - Biberpfad

Von Kallenhardt in den Rüthener Stadtforst

Die Bilde lassen sich durch anklicken vergrößern.

Bisher gelaufen: 111,5 km; 29h

Minute 0 (1740)

Es geht los direkt in Kallenhardt am Tor zur Waldroute, gegenüber der Kirche. Während ich im letzten Teil den quasi neueren Teil von Kallenhardt durchwandert habe, geht es nun die Straße hinunter in den historischen Teil. Alle paar Meter steht ein Informationsschild. Fast jedes Haus hier hat eine Geschichte zu erzählen. Zunächst passiere ich das Schulhaus, dann das alte Rathaus. Nach links geht eine Gasse weg, in der sich die alten typischen Sauerländer Fachwerkhäuser neben einander reihen.

Schulhaus in Kallenhardt  Rathaus in Kallenhardt

Alte Gasse in Kallenhardt  Rathauseingang von Kallenhardt

Zwischen zwei Privathäuser geht es nun den Berg hinab auf einen Pfad, der zwischen Wiesenflächen liegt. In der Ferne sieht man den Kalvarienberg schon ganz gut. Sieht harmlos aus. Das ist ja meist sehr verdächtig. Zunächst mündet der Pfad aber auf einen asphaltierten Weg, an dem die Waldmühle liegt. Die Mühle entstand im 14 Jahrhundert, ist aber nicht mehr in Betrieb. Es geht linker Hand weiter. Kurze Zeit später läuft man auf eine kleine Kapelle zu (Siechenkapelle). Hier erfahre ich, dass die Kallenhardter hier ihre Kranken aussetzen. Und da sie nicht mehr in die Kirche gehen können, wurde hierfür die kleine Kapelle gebaut. Sehr Umsichtig, diese Kallenhardter.

Gasse durch Kallenhardt  Weg zur Kallenhardter Mühle

Pfad zur Kallenhardter Mühle  Kallenhardter Kapelle für Aussetzige

Von hier hat man einen guten Blick auf den historischen Teil von Kallenhardt. Die alte Wehrmauer ist gut zu erkennen. Es geht nun Bach rechts weiter und kurz danach knickt der Weg hart nach Links weg, unter einem Wellblechtunnel hindurch, der die Landstraße unterquert. Es dauert nicht lange, dann sieht man das erste Stockbild des Kalvarienbergs. Ähnlich wie in Sundern, gibt es hier also einen Kreuzweg, an dem alle paar Meter ein Stockbild steht, der den Leidensweg Christi darstellt. Diesmal komplett aus Stein. Der Weg geht nun nach rechts den Weg steil nach oben. Plötzlich gabelt sich der Weg. Es ist nicht zu erkennen, welche Seite man folgen soll. Es fehlt hier ein W Symbol. Ich gehe nach rechts, da der Wegabschnitt etwas benutzter aussieht. Die nächsten Stockbilder folgen, aber immer noch kein W Symbol in Sicht.

Kallenhardt von Osten  Unterführung

Pfad zum Kalvarienberg  Stockbild von Kalvarienberg bei Kallenhardt

Minute 35 (1775)

Ich erreiche eine breite Holztreppe. Hier ist auch wieder ein Wegweiser und Symbol. Hurra, ich bin richtig gegangen. Nun hat man wahrscheinlich noch mal den besten Blick auf Kallenhardt. Überraschenderweise geht die Waldroute nun den Wirtschaftsweg zur Linken weiter. Der Weg ist nun wieder waagerecht, der Wald ist top, allerdings dringt sehr deutlich der Straßenlärm von der Landstraße den Berg hinauf. Vielleicht wäre es schöner gewesen, die Waldroute weiter zur Spitze des Kalvarienberges zu führen (A9) oder südöstlich um den Berg rum (A10), wo es genauso schön, aber ruhiger ist. Alle drei Wege treffen sich später am Anfang des Biber Pfades.

Kallenhardt von Kalvarienberg aus gesehen  Holztreppe am Kalvarienberg

Waldroute am Kalvarienberg  Bildstock am Kalvarienberg

Minute 60 (1800)

Der Biber Pfad beginnt (W, X26, A1). An einer Wegspinne zeigt ein großes Schild mit einem Bieber unmissverständlich an, wo es lang geht. Kurz an einer Kuh Wiese vorbei und schon ist man wieder in einem schönen Mischwald. Nach ca. vier Minuten erreicht man Station A des Bieber Pfades. Ein Baumtelefon. Sieht aus wie eine große Holzschranke.

Weg zum Bieberpfad auf der Sauerland Waldroute  Beginn des Bieberpfade auf der Sauerland Waldroute

Baumtelefon auf der Sauerland Waldroute  Alter Baum auf der Sauerland Waldroute

Rechts von Weg taucht plötzlich ein Felsbereich auf und wie es aussieht mit einem Höhleneingang, der nicht auf der Karte eingezeichnet ist. Ein paar Minuten später geht der Weg recht ab. Genau hier ist dann Station C des Bieber Pfades. Das Baumartenhaus. Von weiten sieht es wie eine Schutzhütte aus. Der Innenbereich ist allerdings mit verschiedenen Baumstümpfen bestückt. Hier soll man durch Tasten und Riechen heraus bekommen, um was für einen Baum es sich handelt. Den oberen Teil der Stümpfe kann man umklappen, dort ist dann die Lösung nachzulesen. Mh. Wo ist eigentlich Station B gebelieben? Ich vermute, dass die Station genau auf der gegenüberliegenden Seite des Weges war, wo ich mich aufmerksam nach dem Höhleneingang umgeschaut habe. Station D folgt direkt. Ein Waldxylophon. Ein paar unterschiedlich lange Rundhölzer, auf denen man einschlagen kann. Station E nennt sich Stapellauf. Zunächst fällt auf, dass hier eine blaue Öl Tonne steht. Das ist aber beabsichtigt. Im Hintergrund liegen Holzklafter, die man von einem Haufen auf den nächsten tragen soll. Hier soll veranschaulicht werden, wie viel Öl man sparen könnte, wenn man die Holzmenge verbrennen würde. Nun ja, wenn wir alle auf Holzheizungen setzen würden, wie viel Wälder müssten dafür abgeholzt werden? Das wächst zwar nach, aber das brauch ja auch nun mal seine Zeit.

Höhle am Biberpfad auf der Sauerland Waldroute  Baumgartenhaus des Biberpfades auf der Sauerland Waldroute

Waldxylophon des Biberpfades auf der Sauerland Waldroute  Stapellauf des Biberpfades auf der Sauerland Waldroute

Minute 80 (1820)

Der Waldweg ist mal wieder toll. Schön große alte Bäume, vieler Arten. Der Weg trifft nun auf das eigentliche Biebertal. Hier stimmt die Karte nicht ganz mit dem Symbolen überein. Laut Karte soll ich nun nach links, den asphaltierten Weg lang und kurz danach wieder rechts, zum Biber Teich. Der Weg, den mir die Symbole vorgeben, ist schöner und führt zunächst geradeaus, eine kleine Treppe hinunter, an weiteren Station vorbei und dann schräg verlaufend zum Biber Teich. Kurz nach überqueren des asphaltierten Weges, befindet man sich an Station E, Wald und Wasser. An zwei Kästen soll gezeigt werden, wie das Wasser vom Waldboden gereinigt wird. Leider fließt im dazugehörigen Brunnen kein Wasser.

Kurz vor dem Bibertal  Am Bibertal

Brunnen am Bibertal  Wasserexperiment am Bibertal auf der Sauerland Waldroute

Kurz danach folgt Station F. Der Sinnespfad. Hier soll man mit nackten Füßen auf diversen Untergründen entlanglaufen und mit geschlossenen Augen herausfinden, was es ist. Direkt daneben gibt es ein Kneipp Wasserbad. Es geht links weiter auf eine größere Wiese, auf denen noch weitere Geräte und Skulpturen stehen. Zunächst zwei Baumstümpfe mit denen man sich den Rücken kratzen kann.

Sinnespad im Bibertal auf der Sauerland Waldroute  Kneippbecken im Bibertal auf der Sauerland Waldroute

Brücke im Bibertal auf der Sauerland Waldroute  Rückenmassage im Bibertal auf der Sauerland Waldroute

Es folgt ein grünes Klassenzimmer, ein Insektenhotel, die scheinen gerade groß in Mode zu sein, eine schön geschnitzte Figur aus einem Baum. Nun führt mich der Weg am Biber Teich vorbei, auf den Wald zu. Linker Hand geht es zum Parkplatz, an dem sich ein Tor zur Sauerland Waldroute befindet.

Das grüne Klassenzimmer im Bibertal  Insektenhotel im Bibertal

Skulptur im Bibertal auf der Sauerland Waldroute  Bieberteich im Bibertal auf der Sauerland Waldroute

Und es geht wieder in den Wald hinein (W, A9). Genau hier befinden sich die Stationen L, Weitsprung der Tiere, Station K, der Boden lebt und ein wenig den Berg hinauf Station M, Gang ins Ungewisse. Zum einen kann man wieder schauen, wie weit man springen kann und welches Tier dem am nächsten kommt, dann wird gezeigt, wie Laub vermodert und was für Getier in der Erde lebt und bei der letzten Station muss man mit geschlossenen Auge einen Pfad hinabsteigen, nur geführt von einem Seil. Der Weg sieht reichlich rutschig aus. Der Weg führt nun deutlich den Bergauf.

Weitspung im Bibertal  Blinder Pfad im Bibertal

Waldgebiet im Bibertal  Richtung Möhne Fluß auf der Sauerland Waldroute

Minute 105 (1845)

Der breite Wirtschaftspfad trifft nun auf einen asphaltierten Weg, den man nach rechts folgen soll (W, A8, A10 -). Die Waldroute Schilder zeigen schon das Römerlager an. Aber das wird erst im nächsten Teil dieser Tour erreicht. Nach zwanzig Minuten erreicht man eine weitere Wegespinne. Der Platz hier ist recht urig. Direkt an der Kreuzung steht eine sehr einzigartige Schutzhütte. Sieht aus wie ein überwucherter Zuckerhut mit Eingang. Eine ein Mann Schutzhütte. Da hat doch jemand mal Humor gehabt. Es geht nun nach links, leicht den Berg hinab. Noch einmal durch einen schönen hochgewachsenen Tannenwald. Rechts fließt der kleien Bach Kniesiepen.

Weg auf der Sauerland Waldroute  Oberhalb des Bibertals auf der Sauerland Waldroute

Landschaft auf der Sauerland Waldroute  Hinweisschild zum Römerlager auf der Sauerland Waldroute

Minute 145 (1885)

Mein Zielpunkt ist erreicht. Ein kleiner Wanderparkplatz. Hier befindet sich der Bach Möhne, der später zur Möhnetalsperre wird. Eine alte Eisenbahnlinie rostet vor sich hin.

Ein Mann Schutzhütte auf der Sauerland Waldroute  Knorriger Bau auf der Sauerland Waldroute

Weg zum Möhnebach auf der Sauerland Waldroute  Am Möhnebach auf der Sauerland Waldroute

Schwierigkeitsgrad: Mittelleicht
Strecke: 8,2 km
Dauer: 2h 25 Min

Gesamtstrecke: 119,7 km
Gesamtdauer: 31h 25 Min

Fazit: Und wieder eine interessante Strecke. Sowohl die Waldteile, als auch die Informationen, Skulpturen und Mitmach Geräte machen Spaß.

Tipp: Wer zurück zum Ausgangspunkt will, sollte bis zur Ein Mann Schutzhütte zurück und dort geradeaus die A10 lang, die ein paar Minuten später auf die A8 mündet. Hier nach links den Weg hinunter bis ins Tal. Man ist nun im hinteren Teil des Biber Tals, dass man unbedingt mitnehmen sollte. Dann den asphaltierten Weg Richtung Biber Teich, kurz vorher links in die A7 hinein. Dieser Weg stößt dann auf die A10, X26. Hier nach links gehen, bis zum Ende des Weges. Hier Richtung Kallenhardt laufen, dass nun gut zu sehen ist. Man kommt an der Dorfgrenze von Kallenhardt auch an einer Höhle vorbei, die ich aber beim besten Willen nicht gefunden habe. Nur die Schilder weisen darauf hin.

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