Sauerland Waldroute - Ringelstein

Vom Rüthener Stadtforst nach Ringelstein

Die Bilder können durch anklicken vergrößert werden.

Bisher gelaufen: 119,7 km; 31h 25 Min

Minute 0 (1885)

Es geht los vom Endpunkt des letzten Teilstücks. Hier befindet sich der Bach Möhne, eine stillgelegte Bahnstrecke, die Landstraße 516 (Möhnestraße) und direkt gegenüber eine kleine Waldeinfahrt, an deren Seiten man parken kann. Es geht ein paar Minuten die Schienen und der Straße entlang. Rechter Hand befindet sich eine große Pferdekoppel. Kurz bevor die Kreis Straße 45 auf die Möhnestraße trifft, geht es Bergauf in den Wald hinein (W, A1). 

Startpunkt Möhnebach an der Sauerland Waldroute  Pferd an der Sauerland Waldroute

Pferdekoppel an der Sauerland Waldroute  Wegweiser zum Römerlager an der Sauerland Waldroute

Der Weg ist breit und gut zu gehen. Der Wald ist immer wieder unterbrochen von Rodungsflächen.

Weg zum Wittekindshof auf der Sauerland Waldroute  Wald vorm Wittekindshof auf der Sauerland Waldroute

Rodungsfläche auf der Sauerland Waldroute  Kurz vorm Gestüt auf der Sauerland Waldroute

Minute 30 (1915)

Die Landschaft verändert sich. Das Höhenplateau ist erreicht. Der Weg ist nun asphaltiert, rechts und links befinden sich große Pferdekoppeln. Aber das tollste ist, dass am Weg tolle Apfelbäume stehen, die voll sind, mit großen süßsaftigen Äpfeln sind. Und sie sind in erreichbarer Höhe. Zwei, drei Äpfel als kleine Stärkung. Rechter Hand erreicht man nun das Gestüt Wittekindshof (Infos). Am Infoschild erfahre ich, dass sich hier eines der besten Zuchtstationen von NRW befindet. Die Gegend wird immer offener. Man merkt, dass man sich am nördlichen Rand des Sauerlandes befindet. 

Apfelbäume am Wegesrand Gestüt Wittekindshof  Pralle Äpfel am Gestüt Wittekindshof

Gestüt Wittekindshof  Wiese am Gestüt Wittekindshof

Direkt am Gestüt geht der Weg halb rechts weiter. Eigentlich nicht als Weg zu erkennen, da man über eine Wiese geht. Da der Weg aber eingezäunt ist, kann man nicht vom Weg abkommen. Eine wunderbare Atmosphäre hier.

Wiese zum Römerlager Kneblinghausen  Kurz vorm Römerlager Kneblinghausen

Pferde  Noch mehr Pferde

Minute 50 (1935)

Das Römerlager Kneblinghausen ist erreicht (Infos). Drei Informationstafeln sind zu sehen. Man erfährt ein wenig über den Verlauf der Wälle und Gräben des Lagers und wo diese verliefen. Im Inneren des Lagers wurden allerdings nur germanische Artefakte gefunden, deshalb weiß man nicht so recht, wie das Lager einzuschätzen ist. Eventuell wurde hier ein germanisches Dorf vernichtet und darauf ein Römerlager errichtet. Ich stelle auch mal eine These auf. Hier waren niemals Römer, sondern die Germanen haben erkannt, dass so ein Lageraufbau recht effektiv ist und haben einfach ein Römerlager kopiert. Ein bisschen Enttäuscht ist man ja schon. Außer den Infotafeln, ist eigentlich nichts von einem Lager zu entdecken. Keine Gräben, keine Wälle. Links vom Weg befindet sich wieder eine Pferdekoppel, die einen schönen Weitblick auf Kneblinghausen  und der Börde bietet. Auf der rechten Seite ist dichtes Gestrüpp. Es geht weiter. Kurz hinter dem Lager stößt der Weg wieder auf die Kreis Straße 45. Diese muss man schräg überqueren und trifft auf einen Wanderparkplatz.

Römerlager Kneblinghausen  Kühe am Römerlager Kneblinghausen

Pferdekoppel am Römerlager Kneblinghausen  Wanderparkplatz Römerlager Kneblinghausen

Der Parkplatz wird überquert. Es geht zunächst kurz Bergab und geht es am Waldrand entlang. An einer Tanne, kurz vor einem Acker, biegt der Weg nach links ab und trifft kurz darauf auf einen asphaltierten Weg, der zum nächsten Wanderplatz führt, den Rüthener Blick. Hier geht es wieder in dichteren Wald hinein. Zuvor hat man aber noch einmal einen schönen Weitblick nach Norden in die Börde und nach Süden, Richtung tiefes Sauerland. An der Fahrzeugschranke befinden sich Informationen für Wanderer. Nach ein paar Minuten sieht man rechter Hand ein Holzkreuz, ein paar Bänke, Findlinge und einen alten verwitterten Bildstock (An der Johanniseiche) (W, S, S4). Hinter der kleinen Glastür steht ein Kreuz. Die Infotafel gibt interessante Informationen. Es kam wohl früher des Öfteren vor, dass Wanderer und Waldarbeiter im Wald gestorben sind, oder sich schwer verletzt haben. Das Kreuz konnte dann aus dem Bildstock mitgenommen werden, damit der Sterbende noch einmal ein Kreuz in den Händen halten konnte. 

Pferdekoppel am Rüthener Blick  Kurz vorm Rüthener Blick

Am Rüthener Blick  Andachststelle am Rüthener Blick

Minute 95 (1980)

Eine Schutzhütte und Wegespinne wird erreicht. Alte verwitterte Grenzsteine sind nun des öfteren am Wegesrand zu sehen.

Hinter der Johanniseiche  Weg auf der Sauerland Waldroute

Schutzhütte an der Rüthener Ebene  Verwitterter Grenzstein

Der Weg geht nach links weiter (W, S, H6, H7). Der Wald ist abwechslungsreich und geht zunächst waagerecht und dann leicht abwärts, Richtung Ringelstein. Es ist Anfang Oktober und der Wald wandelt sich zunehmend. Noch sieht man überwiegend grün, das wird sich jedoch bald ändern. Kurz vor Ringelstein ist wieder ein Insektenhotel zu sehen. Das scheint gerade wirklich groß in Mode zu sein.

Weg nach Ringelstein  Wald kurz vor Ringelstein

Hohe Tannen  Insketenhotel Ringelstein

Kurz vor Ringelstein geht es etwas stärker Bergab und linker Hand sieht man die Gebäude des Jugend Waldheim (Infos). Hier ist gerade aber nicht viel los. Dann ist Ringelstein erreicht. Ein paar Häuser sind durch die Bäume zu sehen. Der Weg knickt ein letztes Mal rechts ab, dann überquert man einen größeren Parkplatz. Links befindet sich die alte Bahnlinie. Offiziell nicht mehr in Betrieb, aber von einem Eisenbahnverein gepflegt, ist hier noch der alte Bahnhof, alte Triebwagen und Anhänger zu finden (Infos). Ein Eisenbahnfan fotografiert gerade wie wild. Kurz hinter dem Parkplatz befindet sich mein Zielpunkt.

Minute 145 (2030)

Der Zielpunkt ist erreicht. Ein weiteres Tor zur Sauerland Waldroute, das hier vollständig ist (Fahne, Bank und Tisch, sowie die vier Holzstähle mit Infotafeln).

Schwierigkeitsgrad: Mittelleicht
Strecke: 9,6 km
Dauer: 2h 25 Min

Gesamtstrecke: 129,3 km
Gesamtdauer: 33h 50 Min

Fazit: Jeder Teilabschnitt bietet immer wieder interessante und überraschende Aussichten. So auch auf diesem Teilabschnitt. Die Pferdekoppeln mit den Apfelbäumen, die Weitsicht Richtung Börde, das Römerlager, die alten Grenzsteine und der alte Bahnhof Ringelstein sind die diesmaligen Höhepunkte.

Tipp: Wer zurück wandert, sollte vom Bahnhof den Weg H6, H5 nutzen, der ebenfalls zur Schutzhüte führt, aber ebenfalls noch einmal schöne Waldgebiete präsentiert. Vom Wanderparkplatz Römerlager, kann man die Kreis Straße zum Startpunkt hinunter laufen. Hier fährt so gut wie kein Auto lang, ist also prima als Wanderweg zu nutzen.

 

 

 

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