Sauerland Waldroute - Alme

 

Von Ringelstein nach Alme

Die Bilder lassen sich durch anklicken vergrößern.

Bisher gelaufen: 129,3 km; 33h 50 Min

Minute 0 (2030)

Es geht los in Ringelstein, kurz hinter dem alten Bahnhof, am Tor zur Sauerland Waldroute. Man geht kurz den asphaltierten Weg entlang, dann geht es direkt rechts in den Wald, auf einen Trampelpfad den Berg hinauf. Was ich jetzt noch nicht weiß ist, dass fast die Hälfte des Weges über tolle Trampelpfade zu laufen sind. Insgesamt wird ein großes Teilstück sehr urig werden.

Minute 10 (2040)

Die erste Schweißperle steht mir auf der Stirn. Der Weg trifft nun auf einen alten verwitterten Wirtschaftweg (W, <>, <). Ansich auch nur noch ein Trampelpfad. Jetzt geht es nicht mehr so steil nach oben.

Tor zur Sauerland Waldroute in Ringelstein  Pfad in Ringelstein

Bergauf in Ringelstein  Weg trifft anderen Weg

Es macht Spaß hier lang zu gehen. Der Weg windet sich immer mal. Mal sind alte Baumbestände zu sehen, mal jüngere, mal eine Rodungsfläche und dann wieder absolut dichter Wald.

Waldweg Richtung Alme auf der Sauerland Waldroute  Waldweg Richtung Alme auf der Sauerland Waldroute

Waldweg Richtung Alme auf der Sauerland Waldroute  Waldweg Richtung Alme auf der Sauerland Waldroute

Waldweg Richtung Alme auf der Sauerland Waldroute  Waldweg Richtung Alme auf der Sauerland Waldroute

Waldweg Richtung Alme auf der Sauerland Waldroute  Vorderer Platz

Minute 40 (2070)

Der sogenannte Vordere Platz ist erreicht (375m über NN). Eine Wegspinne schickt mich leider auf den falschen Weg. Linker Hand ist der Weg durch ein Tor versperrt. Das W Symbol ist auch gut zu sehen. Die Wanderkarte suggeriert, dass ich den breiten Weg weiter gehen muss. Am Wegesrand sind viele Wildschweinspuren zu sehen. Wirklich sehr viele! Der Wald ist voller Pilze, da wird dann einiges von den Tieren umgegraben. Zehn Minuten später fällt mir mein Fehler auf, denn dann bin ich plötzlich am Mittleren Platz und das ist falsch. Also noch mal zurück zum Vorderen Platz, während ich darüber nachdenke, was ich falsch gemacht habe. Wieder an der Wegespinne bin ich zunächst verwirrt. Das W Symbol ist gut zu sehen. Der Richtungspfeil zeigt nach links, aber da ist der Weg durch ein Tor versperrt. Wo ist der Knackpunkt? Als ich etwas näher am Symbol bin, bemerke ich einen kleinen Pfad, der zunächst von Gestrüpp bedeckt ist. Aber der Pfad führt in ein dichtes Gebüsch. Aber das ist eine optische Täuschung. Es führt tatsächlich ein Pfad hindurch. Nach dem Gebüsch ist der Pfad wieder deutlicher zu sehen. Jetzt wird es richtig urig. Rauf und runter, Erdwälle, dichter Wald, Bäche, verwurzelte Wege. Als der Pfad etwas steiler Bergab geht, muss ich an die alten Römer denken. Man könnte fast denken, dass jeden Moment die Germanen von rechts und links heraus stürmen. Aber die einzigen, die mir plötzlich entgegen kommen, sind zwei Motorradfahrer, die den Pfad nutzen. Naja, erlaubt ist das wohl nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass das hier Spaß macht.

Wildschweinzeichen  Verdeckter Pfad

Noch mehr Pfade  Uriger Waldpfad

Immer wieder sind verwitterte Grenzsteine zu sehen. Ein kleiner Bach wird über eine Holzbrücke überquert, dann geht es wieder Bergauf. Der Weg erinnert an die Waldwege in den Alpen.

Verwitterter Grenzstein  Kleine Brücke

Bergauf  Feuchter Pfad

Minute 80 (2110)

Der Zollpfosten ist erreicht. An sich ein großer Wegweiser. Das Informationsschild gibt Auskunft. Hier ist die Grenze zwischen dem Herzogtum Westfalen und dem Hochstift Paderborn. An der Wegespinne geht es weiter geradeaus.

Kurz vor dem zollpfosten  Wegespinne am Zollpfosten

Zollpfosten mit Info  Zollpfosten

Es sind noch knapp acht Kilometer bis nach Alme. Der Weg ist den nächsten Kilometern waagerecht und wieder ein breiter Wirtschaftsweg. Parallel fließt der Bach Almesiepen, den man aber nur hört, aber selten sieht. Es wird feuchter. Der Weg ist an manchen Stellen etwas schlammig, aber noch begehbar. Nach 20 Minuten ist ein weiterer Wegweiser am Wegesrand. Ich befinde mich nun am Lagerplatz an der Sommerwende. Dieser liegt aber etwas versetzt im Wald und kann ihn nicht sehen. Nach ein paar Minuten geht es links ab und wieder deutlich Bergauf. Der Wald wird etwas aufgelockerter. Es geht weiter Bergauf auf den Wesselskopf (453m über NN). Der Schweiß fliest. Oben angekommen geht es ein Stück waagerecht und dann gleich wieder Bergab. Der Wald gibt nun Blicke auf den nächsten Hügel frei. Dort scheint überwiegend Wiese zu sein.

Am Sommerplatz  Bergauf zum Wesselskopf

Am Wesselskopf  Richtung Wülfe

Minute 130 (2160)

Kurz vor der Bundesstraße 480 steht man vor einem Gatter. Hier ist die Karte ungenau. Diese sagt, dass ich vor dem Gatter nach links soll. Da ist auch ein Weg, der sieht aber so aus, als wenn Kaiser Barbarossa dort zuletzt lang geritten wäre. Außerdem fehlt hier leider ein W Symbol. Tatsächlich muss man hinter dem Gatter in einen Weg links hinein. Bei durchqueren des Gatters finde ich auch das W Symbol mit Richtungspfeil, dass durch ein gekipptes Schild verdeckt ist. Nach zwei Minuten geht der Weg wieder rechts hinab und steht kurz darauf vor der Bundesstraße. Eigentlich hätte man kurz vorher noch nach links in einen Pfad abbiegen müssen, der kurz darauf ebenfalls auf der Bundesstraße mündet. Hier wäre auch der korrekte Übergang. Der ist aber schnell übersehen. Dessen sind sich wohl auch die Macher der Route bewusst, denn auch auf den breiten Weg sind die W Symbol zu sehen. Man muss dann nur ein paar Meter direkt an der Bundesstraße lang gehen, bis man auf den gegenüberliegenden Weg trifft.

Rodungsfläche am Wesselskopf  Verdecktes Waldrouten Symbol

Weg hinter den Gatter  Kurz vor der B480 auf der Sauerland Waldroute

Das Gelände ist nun zunächst offener, ab und an sind einige Kühe zu sehen. Nach ein paar Minuten geht es linker Hand in ein Waldstück. Manchmal ist ein Pfeifen zu hören. Der Bahnverein in Alme fährt heute mit seinen Zügen die alte Bahnlinie entlang. Der Waldweg führt an sich parallel der B480 entlang. Diese ist aber so gut wie nicht zu hören, da das Gelände nicht steil ist und Wald und Gebüsch die Geräusche filtern. Kurz vor Alme verläuft der Weg durch eine Rodungsfläche.

In der Nähe von Wülfte  Kuh Kur

Kurz vor Alme  Bäume

Minute 180 (2210)

Der Weg trifft nun auf eine wenig befahrene asphaltierte Straße. Man muss einen kleinen Berg umrunden und steht dann am Ortsrand von Alme. Hier befindet sich eine Bank, an der ich noch mal kurz Pause mache. Nun geht es linker Hand weiter, direkt am nördlichen Dorfrand entlang, über kleinere Wiesenabschnitte und Pfade. Rechter Hand kann man schön die Gärten der Anwohner einsehen. Dann überquert man die Bahnlinie. Rechts sehe ich in der Ferne den alten Bahnhof, aber keine Lok mehr. Die wird wohl schon Richtung Ringelstein unterwegs sein. 

Weg nach Alme  Letzter Berg vor Alme

An der Dorfgrenze von Alme  Bahnübergnag von Alme

Der Weg mündet auf der B480. Der Bundesstraße muss man nach rechts ein wenig folgen und biegt dann links in die Schloss Straße ein. Das Schloss ist bereits zu sehen und nach zwei Minuten erreicht. Groß ist es zwar nicht, und die Gartenanlage davor ist klein, aber es ist immerhin ein Schloss. Hinein darf man leider nicht, also folgt man der Straße weiter, bis man rechter Hand das Restaurant Almer Schloßmühle sieht (Infos). Hier muss man nun rechts unter der Brücke entlang und folgt ein wenig dem Bach Alme. Alme selber wirkt ein wenig verschlafen. Aber es ist hübsch gelegen. Nun muss die Straße (Untere Bahnhofsstrasse) überquert werden. Direkt gegenüber geht der Weg weiter. Den gehe ich aber nicht mehr, da ich fast an meinen Zielpunkt bin.

Minute 215 (2245)

Ich gehe nun nach rechts, dort befindet sich eine Kirche und direkt dort befindet sich das Tor zur Sauerland Waldroute und wieder ein Insekten Hotel. Wie ich aber lernen muss, ist dieses Hotel nun speziell für Wanderbienen gedacht. Sachen gibt’s.

Schloß von Alme  Kirche von Alme

Tor zur Sauerland Waldroute Alme  Insektenhotel Alme

Schwierigkeitsgrad: Schwer
Strecke: 11,7 km
Dauer: 3h 35 Min

Gesamtstrecke: 141 km
Gesamtdauer: 37h 25 Min

Fazit: Die Strecke hat nicht mit Geräten oder Aussichtpunkten geglänzt, sondern mit einem tiefen dunklen Wald. So wie man sich das Sauerland vorstellt. Ich mag an diesen Tag keine gute Kondition gehabt haben, aber ich bin in Alme schon relativ ausgepowert angekommen. Die Länge und der Weg selber sind nicht ohne, obwohl gut zu laufem. Deshalb habe ich als Schwierigkeitsgrad Schwer angegeben. Andere mögen andere Erfahrungen machen.

Tipp: Ich habe als Rückweg die Landstraße 637 gewählt. Diese führt direkt zum Bahnhof Ringelstein und ist wenig befahren. Man läüft durch das Tal entlang der Alme. Das ist auch nicht schlecht. In Alme selber geht ein Rapunzelweg am Schloß vorbei in diese Richtung. Nicht wundern, wenn es da stinkt. Drekt hinter dem Schloß ist ein Klärwerk.

 

Kategorie: 
Video: