Sauerland Waldroute - Bleiwäsche

Von Alme nach Bleiwäsche

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Bisher gelaufen: 141 km; 37h 25 Min

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Es ist Mitte Oktober. Der Herbst hält nun mit Macht Einzug. 10 km Weg nach Bleiwäsche warten auf mich. Es geht los, etwas unterhalb der Kirche, nahe dem Tor zum Sauerland, an der Brücke, die über den Bach Alme führt. Ein Schotterweg führt entlang der Alme. Viele Informationen über die Alme kann man hier nachlesen. Links ist der Almer Entenstall, gefolgt von einem (Kneipp)Brunnen und einem Wasserrad. Der Weg wird etwas schmaler.

Startpunkt in Alme an der Sauerland Waldroute  Entenhaus in Alme an der Sauerland Waldroute

Kneippbrunnen in Alme an der Sauerland Waldroute  Wasserrad in Alme an der Sauerland Waldroute

Es geht immer weiter der Alme entlang. Das erste Ziel ist das Quellgebiet der Alme. Nachdem man eine Steinerne Brücke überquert hat, steht man plötzlich auf dem Hinterhof einer Firma. Ein Autowrack begrüßt mich. Ein optischer Bruch zum bisherigen Weg, aber über eine Wiese geht ein Pfad nach links ab, wieder Richtung Bach. Die Symbole sind hier gut zu erkennen, denn auf der Karte ist das nicht nachvollziehbar. Dann kurz eine Treppe rauf und schon steht man wieder direkt neben der Alme. Der Bach ist gut gefüllt. Hier beginnt das Quellgebiet der Alme. Ich befinde mich nun im Mühltal. Es geht rechter Hand weiter, immer direkt am Bach entlang, der von hier aus bis nach Paderborn in die Lippe fließt. Das Wasser ist absolut klar. 

Entlang der Alme an der Sauerland Waldroute  Fabrik in Alme an der Sauerland Waldroute

Pfad zur Alme an der Sauerland Waldroute  Kurz vorm Alme Quelltopf an der Sauerland Waldroute

Minute 15 (2260)

Der Quelltopf der Alme ist erreicht. Sieht auf den ersten Blick aus wie ein Teich, aber man sieht deutlich, wie das Wasser hier an vielen Stellen nach oben gedrückt wird. Ich erfahre am Informationsschild, dass sich hier ungefähr 100 Quellen befinden und die schütten reichlich Wasser aus. Sehr eindrucksvoll. Man umkreist den Quelltopf und geht auf der anderen Seite wieder zurück. Der Weg ist leicht ansteigend. Ab und an blitzt eine Felsformation aus dem Wald. Ohne Wald würde sicher ein beeindruckendes Kalksteingebirge zu sehen sein.

Alme Quelltopf an der Sauerland Waldroute  Kalkfelsen am Alme Quelltopf an der Sauerland Waldroute

Baumbestand am Alme Quelltopf an der Sauerland Waldroute  Blick auf Alme an der Sauerland Waldroute

Nach ein paar Minuten knickt der Weg nach rechts ab und gibt einen Blick auf Alme preis. Der Baumbestand wechselt wieder von Laub zu Mischwald. Das war doch schon mal ein erstes Highlight. Nun geht es wieder Bergab auf die Landstraße hinunter. Dort angekommen, geht es linker Hand parallel zur Straße ein paar Minuten zurück nach Alme, bis man in einer Linkskurve die Straße überqueren muss und auf einen Pfad nun deutlich steiler den Berg "Auf'm Hagen" hinauf geht. Der Pfad mündet auf einem asphaltierten Landweg. Vor mir ein Maisfeld. Irgendwie scheinen die Maisfelder dieses Jahrs sehr spät geerntet zu werden. Die Knollen sehen auch schon etwas mitgenommen aus. Rechter Hand geht es nun wieder auf einen wiesigem Weg weiter Bergauf. Man kommt ins Schnaufen. Immer an Maisfelder entlang. Jetzt bekommt man auch eine immer bessere Fernsicht ins Tal. Rechts ist eine Häuserruine. Das Grund Gemäuer sieht alt aus und man hat wohl auch schon mal versucht, es wieder herzurichten. Sieht aber auch aus, als wenn man es aufgegeben hätte.

Weg an der Landstraße an der Sauerland Waldroute  Pfad zum Berg an der Sauerland Waldroute

Maisfeld oberhalb von Alme an der Sauerland Waldroute  Ruine bei Alme an der Sauerland Waldroute

Minute 60 (2305)

Die Waldroute biegt an einer Bank nach rechts ab. Laut Karte könnte ich den Weg weiter geradeaus gehen, da die Waldroute später wieder auf diesen Weg trifft. Aber mal schaun, was sich da oben auf dem Berg befindet. Es geht wieder Bergauf, zwischen Hecken und Maisfeldern (die diesmal wirklich schon sehr vertrocknet aussehen). Der Pfad endet auf einem Hochplateau, auf einem asphaltierten Weg. Neugierig blicke ich mich um, aber außer großen Wiesen, Maisfeldern und einer Hochspannungsleitung, ist hier nichts zu sehen. Es ist nett hier, keine Frage, aber nicht spannend. Hinter dem Hochspanungsmast geht es links ab und dann hinter einem kleinen Gebäude noch mal links in einen Pfad (Diebesweg) in den Wald hinein.

Kurz vor der Landstraße 637, geht es noch mal links ab und kommt dann wieder auf den ursprünglichen Weg. Der Ausflug aufs Plateau und der nachfolgende Wald waren OK, aber unspektakulär. Der weitere Weg ist abwechselnd flankiert durch, Wald, Wiese, Maisfelder und Kuhweiden.

Abzweigung an der Sauerland Waldroute  Trampelpfad am Maisfeld an der Sauerland Waldroute

Plateau an der Sauerland Waldroute  Baumstumpf an der Sauerland Waldroute

Minute 105 (2350)

Die Landstraße 637 ist erreicht. Die Straße geradeaus, würde mich direkt nach Bleiwäsche bringen. Aber nachdem man die Straße überquert hat, geht es direkt rechts den Berg hinauf, wieder entlang eines Maisfeldes. Oberhalb des Maisfeldes führt ein Trampelpfad parallel zur unteren Straße entlang. Hier scheint man bemüht, dass man irgendwie im waldigen Gebiet weiter läuft. Schön ist der Weg nicht unbedingt, aber die Sonne lässt sich jetzt wieder öfter blicken. Ein paar Minuten später trifft man auf einen asphaltierten Weg. Diesen, ein kurzes Stück nach rechts folgen, bis es wieder links in den Wald geht. Hier sieht es deutlich besser aus und macht mehr Spaß. Der Weg führt weiterhin durch das Tal schnurstracks auf Bleiwäsche zu. Linker Hand, in der Tal Mitte ist die Straße zu sehen. Nur ab und an fährt ein Laster, beladen mit Steinen, vorbei. Ansonsten scheint keiner nach Bleiwäsche zu wollen.

Wald an der Sauerland Waldroute  Verwitterte Bäume an der Sauerland Waldroute

Richtung Bleiwäsche an der Sauerland Waldroute  Kühe an der Sauerland Waldroute auf der Sauerland Waldroute

Beginn de Buchholz Waldes auf der Sauerland Waldroute  Im Buchholz auf der Sauerland Waldroute

Felder im Buchholz auf der Sauerland Waldroute  Fernsicht auf der Sauerland Waldroute

Der Weg knickt plötzlich nach links auf das Maisfeld zu. Ich sehe aber geradeaus eine W Symbol. Tatsächlich fängt hier ein Trampelpfad an. Ohne das Symbol wäre das aber nicht zu erkennen gewesen. Nun gut, hinein in den Pfad. Es wird wilder. Überall ragen Felsen aus dem Boden. Dieses Wegstück ist bedeckt von Ästen, Laub, Steinen und umgefallenen Bäumen. Der Pfad ist kaum noch zu sehen. Es wird auch lauter. Scheinbar bewege ich mich auf den Steinbruch zu. Plötzlich ist der Weg schlicht im Nirgendwo zu Ende. Kein Symbol zu sehen. Also etwas zurück. Tatsächlich fällt mir nach 2 Minuten ein W Symbol etwas unterhalb auf. Von der anderen Richtung nicht zu sehen. Der Pfad, der hier lang führt, ist mehr zu erahnen. Das Laub bedeckt hier alles. Aber gut. Ich stehe nach einer Minute am Einfahrtsweg zum Steinbruch. Da scheint ne Menge los zu sein.

Kreuzung im Buchholz auf der Sauerland Waldroute  Bäume im Buchholz auf der Sauerland Waldroute

Noch mehr Bäume auf der Sauerland Waldroute  Weg im Buchholz auf der Sauerland Waldroute

Also Straße überquert. Der Pfad führt direkt auf der gegenüberliegenden Seite weiter. Der Weg steigt nun wieder an. Ein Schild verweist auf einen Stollen und einen Aussichtspunkt. Hier sind auch wieder die Zugangs W Symbole zu sehen. Man hat jetzt zurückblickend einen guten Blick über das Tal und in der Ferne sieht man auch noch ein wenig von Alme.

Minute 160 (2405)

Kurz vor Bleiwäsche, erscheinen auf der linken Seite ein Kreuz, zwei Bänke und Informationsschilder. Ich erfahre, dass Bleiwäsche nicht umsonst so heißt. An sich ist hier ein kleines Ruhrgebiet gewesen. Bergbau sowohl unterirdisch, als auch überirdisch, was noch heute überall zu sehen ist, durch die Pingen. Die Pingen sind Vertiefungen im Boden, die durch Grabungen entstanden sind. Das Alternative W Symbol möchte gern, das ich nach rechts gehe (zum Aussichtpunkt), die eigentliche Route führt aber weiter geradeaus nach Bleiwäsche. Was ich jetzt noch nicht weiß ist, dass der Weg rechts deutlich spektakulärer ist (Geologie Weg).

Pfad zum Steinbruch an der Sauerland Waldroute  Rumpeliger Pfad am Steinbruch an der Sauerland Waldroute

Felsen am Steinbruch an der Sauerland Waldroute  Einfahrt zum Steinbruch Bleiwäsche an der Sauerland Waldroute

Kurz danach ist der Ortsrand von Bleiwäsche erreicht. Ein paar Meter im Ort, werde ich freundlich von einem älteren Herrn angesprochen, der sofort erkannt hat, dass ich die Waldroute lang laufe. Er erzählt mir ein wenig über Bleiwäsche und gibt mir den Rat, auf dem Rückweg unbedingt zum Aussichtpunkt zu laufen. Bevor das aber soweit ist, geht es erst mal quer durch das Dorf, durch eine schmale Gasse, zur Kirche. Die Kirche ist durch einen Seiteneingang betretbar. Also kurz hinein und mal schaun. Tja, wie so eine Kirche halt aussieht. Das Dorf selber wirkt verschlafen und erinnert irgendwie ein bisschen an eine Serie aus meiner Kindheit (neues aus Uhlenbusch) und mich würde nicht wundern, wenn Onkel Heini plötzlich um die Ecke biegen würde. Gegenüber der Kirche befindet sich ein großer Wanderstock. Hier treffen alle Wanderwege aus der Umgebung zusammen. Gute Idee.

Kurz vor Bleiwäsche  Blick zurück nach Alme

Informationen zu den Pingen  Kreuz am Geologie Weg

Noch bin ich nicht am Zielpunkt. Ich wandere also weiter durch Bleiwäsche. An vielen Stellen wird durch Skulpturen an die Bergbauzeit erinnert. Kurz vor der recht modernen Schützenhalle blickt man den Hügel hinab, auf das Neubaugebiet von Bleiwäsche. In der Ferne ist ein großer Windpark. Viele würden jetzt sagen, dass dadurch die Landschaft beeinträchtigt ist. Ich finde das aber nicht. Nun geht es ins Neubaugebiet hinab und kurz danach nach links (Zur Glashütte), bis man am Waldhaus Fischer ankommt. Das steht gerade zum Verkauf.

Bleiwäsche in Sicht  Quer durch Bleiwäsche

Die Kirche von Bleiwäsche  Der Wanderstock von Bleiwäsche

Minute 200 (2445)

Zielpunkt erreicht, am Waldhaus Fischer.

Schwierigkeitsgrad: Mittelleicht
Strecke: 11,3 km
Dauer:3h 20 Min

Gesamtstrecke:152,3 km
Gesamtdauer:40h 45 Min

Fazit: Der Alme Quelltopf und die Pingen und auch Bleiwäsche selber, sind die Höhepunkte dieses Wegstückes gewesen. Allerdings habe ich den besten Punkt erst auf dem Rückweg gesehen (siehe Tipp)

Tipp: Wer nach Alme zurück wandert, sollte in Bleiwäsche nun unbedingt den Schildern zum Aussichtpunkt folgen. Plötzlich sieht man ein großes Tor zum Sauerland. Und hier gibt es viel zu sehen. Von diesem Tor hat man tatsächlich einen guten Rundumblick und von oben einen tollen Blick in den Steinbruch. Da wuseln viele Fahrzeuge herum. Sehr interessant. Weiter Informationstafeln geben preis, was man hier so finden kann. Rechter Hand geht es dann weiter, einen Trampelpfad entlang des Steinbruchs. Man kommt an der vorher beschrieben Stelle mit dem Kreuz heraus. Dieses Teilstück ist toll. Etwas unverständlich ist mir, warum die eigentliche Waldroute nicht hier langführt, zumal auch dieser Weg am Wanderstock herauskommt. Hätte mich der nette Herr nicht darauf aufmerksam gemacht, wäre mit hier ein Highlight verloren gegangen.  Von hier aus würde ich nun die Straße durch das Tal nehmen. Hier fährt niemand lang und hat noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die Berge rechts und links. Später kommt man an ein paar Bauernhöfe vorbei und gelangt von dort aus direkt zur Kirche nach Alme.

Tor zum Sauerland an der Sauerland Waldroute  Wegweiser am Tor zum Sauerland

Zur ISS  Der Tagebau von Bleiwäsche

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