Sauerland Waldroute - Diemelstausee

Von der Kluskapelle zum Diemelstausee

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Bisher gelaufen: 177 km; 47h 30 Min
 
Minute 0 (2850)

Nach einem langen Winter kann ich Mitte April den Rest der Waldroute fortsetzen. Am Parkplatz der Kluskapelle geht es los. Die Landstraße überquert geht es nun etwas oberhalb ins Diemeltal. Nach ein paar Minuten erreicht man einen kleinen Tagebau. Noch sieht die Umgebung etwas trostlos aus. Der Frühling hat sich noch nicht gemeldet. Büsche und Bäume sind kahl. Dadurch lässt sich aber sehr gut das Tal übersehen.

Sauerland Waldroute Kluskapelle  Tagebau an der Kluskapelle der Sauerland Waldroute

Nach 15 Minuten erreicht man die Grube Reinhardt. Ein kleines Häuschen und daneben der Stolleneingang, in dem eine Lore steht. Ein Hinweisschild weißt darauf hin, dass die Grube von 1350 bis 1880 in Betrieb war. Leider kann man nicht hinein. Ein kleines Stück weiter, befindet sich ein Unterstand, Bänke und etwas was aussieht, wie ein leerer Swimmingpool. Ist es auch. Hier befindet sich ein kleines Spaß und Erholungsgebiet. Im Sommer sicher ein reizvolles Plätzchen.

Grube Reinhard auf der Sauerland Waldroute  Freizeitpark Diemeltal Grube Reinhard

Kurz hinter dem Unterstand befindet sich eine eiserne Brücke, die wird überquert und befindet sich dann auf einer asphaltierten breiten Straße, die dem Diemeltal folgt. Das Tal ist breit, Die Hügel rechts und links des Wegs sind bewaldet. Die Diemel verläuft parallel dem Weg. Ein paar Kühe sind zu sehen. Ansonsten absolute Stille. Es hat den Anschein, als wenn selbst die Vögel noch nicht ins Tal zurückgekehrt sind.

Diemeltal Sauerland Waldroute  Der Weg entlang der Diemel

Nachdem man ein gutes Stück der Straße gefolgt ist, erreicht man einen verwitterten Baum und das W Zeichen zeigt nach rechts. Gefühlsmäßig müsste man eigentlich der Straße folgen. Die Karte verrät aber, dass nach der nächsten Biegung wieder die Diemel überquert wird und man sich dann auf der falschen Seite befindet. Also ein kurzes Stück nach oben, in den Wald hinein. Der Weg ist durch Waldarbeiten ein wenig zerklüftet. Bald hat man linker Hand wieder die Diemel. Ein paar Teiche tauchen auf. Von der anderen Seite schallt Musik herüber. Da scheinen gerade ein paar Fischer das neue Jahr zu begrüßen. Genau hier teilt sich der Weg nun. Ich muss nach rechts. Der Weg zieht nun merklich nach oben.

Fischteiche an der Diemel Sauerland Waldroute  Weg in den Diemelwald Sauerland Waldroute

Minute 60 (2910)

Padberg ist erreicht. Kurz zuvor verlässt man den Wald und befindet sich nun wieder auf einer asphaltierten Straße. Die markante Pfarrkirche St. Maria Magdalena (1912 Barockstil) von Padberg ist bereits gut zu erkennen. Vorbei an Neubauten erreicht man dann die Hauptstraße von Padberg. Linker Hand befindet sich die Kirche, die irgendwie hier nicht so recht passen mag. Die Bauweise sieht man ehr im Süden unserer Republik. Aber gerade deshalb ein Augenfänger. Die Kreuzung wird überquert. Rechts und links befinden sich Wohnhäuser. Der Weg will nun aber, dass ich rechts abbiege, ein wenig höher, zur Parallelstraße. Mir ist es ein Rätsel, warum man diesen kleinen Umweg macht. Auch hier befinden sich rechts und links Häuser. Es gibt hier nichts außergewöhnliches, zumal ein paar Minuten später der Weg wieder auf den eben verlassenen trifft.  Man hätte also auch genauso gut geradeaus auf der unteren Straße gehen können.

Sant-Maria-Magdalena-Pfarrkirche-Padberg  Ort Padberg auf der Sauerland Waldroute

Man verlässt Padberg nun wieder. Rechter Hand Wald, linker Hand Wiese und das Tal. Wie eine gewundene Schlange zieht sich hier die Bundesstraße entlang. Autos und Motorräder (viele davon) fahren hier entlang. Der breite Weg ist aber gut zu laufen und die Bundesstraße verschwindet nach einiger Zeit hinter einem Hügel. Bauern pflügen gerade die Felder um. Es geht immer noch stetig nach oben, allerdings nicht sehr steil. Am höchsten Punkt angelangt, hält man sich nun links und trifft auf eine Bank. Eine kurze Rast tut jetzt gut.

Zwischen Padberg und Diemelsee  Bank kurz vor dem Diemelsee

Es geht weiter, nun wieder deutlich abwärts. Zunächst in den Wald hinein. Stellenweise sind noch Schneereste zu entdecken.

Der Weg trifft nun auf die Landstraße 912 (Briloner Straße), kurz vor Helminghausen. Auch hier ne Menge Autos und Motorräder. Ich überquere die Straße und muss noch ein Stück zum Ortseingang laufen. Hier befindet sich kein Bürgersteig. Das am Rande erwähnt, da ich nun eine Begegnung der besonderen Art habe. Neben mir bleibt plötzlich eine Polizei Auto stehen. Ein Polizist fragt mich "Was ich denn hier machen würde". Einen Moment denke ich daran, ob das wohl die Sendung mit der versteckten Kamera ist und will zu einer humorigen Antwort ansetzen, zumal es doch wohl offensichtlich ist, was ich hier tue. Also Antworte ich zunächst "Ich wandere". Antwort des Polizisten: "Sie wandern falsch!". Ich bin nun fast überzeugt davon, dass sich irgendwo eine Kamera befindet. Bevor ich aber etwas sagen kann, setzt der Polizist zur Belehrung an, dass man auf Straßen, außerhalb geschlossener Ortschaften, auf der linken Seite der Straße zu gehen hat, damit man die Gefahr sieht. Ich gehe aber auf der rechten Fahrseite. Ich mache dem Polizisten darauf aufmerksam, dass auf der linken Seite kein Weg ist. Nur eine Mauer, gefolgt von einem Zaun. Wenn mich jemand aufs Korn nimmt, habe ich keine Ausweichmöglichkeit. Hier auf der rechten Seite aber schon. Der Polizist lässt sich nicht beirren und erklärt es mir noch einmal. Um seinen Worten mehr Druck zu verleihen, zitiert er auch den Paragrafen soundso aus der Straßenverkehrsordnung. Ich füge mich meinen Schicksal und wechsel die Straßenseite. Ich kann hier nur die Wasserrinne entlang gehen. Immerhin sehe ich das Auto, dass mich umfährt vorher noch. Der Polizeiwagen fährt weiter, mit einem sichtbar stolzen Polizisten, der mich nun auf der "sicheren" Seite wähnt. Nun Ja. Hier scheint die Welt noch in Ordnung und Ereignislos zu sein. Rein rechtlich mag er ja recht haben. Ein mulmiges Gefühl hat man auf der linken Seite aber doch. Ich laufe 10m und wechsel wieder die Straßenseite. Denn hier steht das Ortseingangsschild und es beginnt ein Bürgersteig.....

Helminghausen mit Diemelstaumauer  Ortseingang von Helminghausen

Minute 150 (3000)

Ein kurzes Stück durch das Dorf in eine Seitenstraße und schon ist mein Tagesziel erreicht. Der Diemelstausee. Na Ja, nicht ganz. Das Vorbecken und die Staumauer. Hier steht eine alte Kirche (St. Maria von der Immerwährenden Hilfe) etwas verlassen herum.

Kirche Helminghausen Sauerland Waldroute  Diemelstausee Vorbecken Sauerland Waldroute

Strecke: 10,2 km
Dauer: 2h 30 Min
Schwiergkeit: Leicht
 
Gesamtstrecke:  187,2 km
Gesamtdauer: 50h 0 Min
 

Fazit: Das Diemeltal sah noch etwas trist aus, aber sobald das erste Grün kommt, wird es wohl erst seine volle Pracht entwickeln. Highlight war die Barockkirche in Padberg, die schon ein Augenfänger ist. Insgesamt leicht zu laufen.

Tipp: Auf dem Rückweg in Helminghausen den Weg HL2 nehmen. Dieser führt quasi parallel zur Waldroute. Da dieser Weg aber nicht durch den Wald führt, hat man noch einmal schöne Ausblicke auf den See, Helminghausen und Umgebung. Der Weg endet genau dort, wo ich auf dem Hinweg eine Rast an der Bank gemacht habe.

 

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