Von Föckinghausen nach Warstein

Von Föckinghausen nach Warstein

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Bisher gelaufen:224 Km in 61h 30 Min

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Nun liegt Sie vor mir. Die letzte Etappe der Sauerland Waldroute. Startpunkt ist das Tor zum Sauerland Föckinghausen. Das Wetter will noch mal sein Bestes geben. Das wird insgesamt ein wirklich schöner Abschluss sein. Kurz über den Parkplatz gegangen und schon folge ich den Wirtschaftsweg durch große Wiesenflächen. Kühe grasen friedlich rechts und links. Es ist fast schon zu kitschig. Nach ein paar Minuten geht es rechts ab, leicht bergab. Zunächst durch einen Rest Wald und dann befindet man sich wieder im Kyrill Gebiet. Auf den meisten Flächen sind bereits Setzlinge gepflanzt. Immerhin hat man nun einen tollen Weitblick. Hier ist es ruhig. Der Heinberg auf der linken Seite ist steil und hoch und hält den ganzen Lärm der Dörfer und der Autobahn ab. Rechter Hand sieht man große Waldflächen. Direkt voraus, noch in der Ferne, die Stadt Eversberg.

Tor zur Sauerland Waldroute Föckinghausen Föckinghauser Wiesen Sauerland Waldroute

Ins Heinberger Tal Sauerland Waldroute Aufforstung am Heinberg Sauerland Waldroute

Das Tal wird breiter, ein kleiner Bach läuft zunächst parallel, der dann kurzerhand überschritten wird. Obwohl mir der Wanderwegweiser nun sagt, dass ich nach Eversberg nur geradeaus laufen muss, will die Waldroute mich jedoch nach rechts Richtung Wälder bringen.

Talweg Sauerland Waldroute Wanderschild Eversberg Sauerland Waldroute

Backüberquerung Eversberg Sauerland Waldroute Das Tal zwischen Föckinghausen und Eversberg

Es wird etwas waldiger und der Weg steigt langsam an. Linker Hand sind Fischweiher zu sehen. Nach ein paar Minuten läuft man an einem Waldwirtschaftsgebäude vorbei. Rechter Hand sieht man Ackerbau und Wiesen. Der Wald liegt nun erstmal hinter mir. Rechts von mir liegt der Berg mit den schlichten Namen „Kopf“, links voraus liegt Eversberg. Die Burgruine ist von der Autobahn immer gut zu sehen. Über den Weg läuft man wie auf eine Promenade. Viele Spaziergänger sind hier. Man hat hier aber auch wieder super geile Aussichten. Bis hierin war es sehr kurzweilig.

Durch den Wald bei Eversberg Sauerland Waldroute Forsthaus bei Eversberg Sauerland Waldroute

Aussichtsweg Eversberg Sauerland Waldroute Eversberg Sauerland Waldroute

Das Tor zur Sauerland Waldroute Eversberg ist erreicht. Unvermittelt stößt man hier auf diverse Straßen. Doch dazwischen ist ein Waldweg, der nun durchschritten werden will. Zunächst fast parallel zurück laufend, biegt der Weg dann etwas nach links ab und wird zum Pfad. Und es geht deutlicher nach oben. Auf der linken Seite ist es laut. Laut Karte liegt dort ein Hochseilgarten. Nun heißt es aufpassen. Die Waldroute kreuzt mehrere andere Wege, und verläuft mal auf einem asphaltierten Weg, mal auf einem Wirtschafsweg, oder knickt unmittelbar in einen anderen Pfad ab. Die W sind gut zu sehen, nur manchmal achtet man nicht so drauf, gibt es doch viele andere Dinge zu sehen.

Tor zur Sauerland Waldroute Eversberg Weg zum Lörmecke Turm

Der Weg zieht konstant weiter nach oben. Ich erreiche die Wanderkreuzung Markes Kreuz. Tatsächlich befindet sich hier rein Kreuz und eine Bank. Wer hätte das gedacht. Querab geht es nun zu einem der Highlights der Waldroute, zum Lörmecke Turm. Aber der Waldrouten Weg will diesen Weg (A8) nicht folgen. Ich muss nach links der X1 folgen, bevor es dann doch rechts in einen Pfad geht, der mich ein paar Minuten später zu Turm bringt.

Warsteiner Kopf Sauerland Waldroute Markes Kreuz Sauerland Waldroute

Markes Kreutz Sauerland Waldroute kurz vorm Lörmecke Turm Sauerland Waldroute

Nach 2 Stunden und 20 Minuten habe ich den Lörmecke Turm erreicht. Türme dieser Bauart gibt es viele im Sauerland. Allerdings musste ich feststellen, dass das ein Turm ist, der ordentlich schwankt. Auf einer Kreisfläche in 581m NN steht der Turm. 35m hoch, außen Holz, innen Stahl. Drumherum Sitzgelegenheiten, Skulpturen und Informationsschilder. Also rauf zur Aussichtplattform. Oben angekommen weht gerade ein strengerer Wind und der Turm schwingt doch merklich hin und her. Alle Achtung, so deutlich habe ich das noch auf keinen Turm erlebt. Einige andere Besucher brechen den Aufstieg deshalb wohl auch ab. Dennoch, der Turm steht hier (bzw. schwingt) hier ideal. Aussichten in alle Richtungen. Große Teile der Nord- und Südroute sind zu erkennen, sowie der Weg bei Arnsberg. Schön.

Lörmecke Turm Sauerland Waldroute Lörmecke Turm Sauerland Waldroute

Sicht Richtung Süden Sauerland Waldroute Skulpturen am Lörmecke Turm Sauerland Waldroute

Aber noch ist der Weg nicht zu Ende. Vom Turm geht es ein Seitenstück weiter, der wieder auf den Hauptweg (Plackweg) trifft (X1, A8). Lange bleibt man jedoch drauf. Es geht rechts ab, auf einen schmalen Kiesweg Richtung Kappelenplatz. Auf beiden Seiten sind verschiedene Bäume gepflanzt, zu denen es jeweils Infotafeln gibt. Die Kapelle wird schnell erreicht. Eigentlich mehr ein Wanderrastplatz. Ein paar Minuten weiter, trifft man wieder auf einen Hauptweg, den man nach rechts folgt und nun auf die Hubertusquelle trifft. Eine Infotafel erklärt, wem sie gewidmet ist und warum. Man wird auch aufgefordert, von der Quelle zu trinken. Dafür hat man eine Tasse bereitgestellt. Ich verzichte aber auf den Schluck, nachdem ich mir die Innenseite der Tasse betrachtet habe.

Weg Kappellenplatz Sauerland Waldroute Kappeelnplatz Sauerland Waldroute

Hubertusquelle Sauerland Waldroute Hubertusquelle Tassse Sauerland Waldroute

Weiter des Weges. Ein weiterer Weg kreuzt (<>) (siehe Tipp). Ein Stück weiter geradeaus und dann den Berg links hinab.  Nach ein paar Minuten treffe ich wieder auf den Weg <>, den ich überquere und weiter einen kleinen Pfad den Berg hinab, einen weiteren Weg überquere und eine Holzbrücke. Nun zieht es noch mal gut nach oben und dann bin ich da, im Paradies. Ein Schild weist mich darauf hin. Ich bin also im Paradies, eine eingezäunte Wiese, ein abgestorbener Baum, Tische, Feuerstelle und eine mehreckige Schutzhütte. Da werden die Christen aber staunen. Es ist niemand hier, aber es riecht hier ziemlich lecker nach Bratkartoffeln. Diesen Geruch nehme ich noch ein ganzes Stück des Weges intensiv war. Wo es wohl her kommen mag?

Pfad zum Paradies Sauerland Waldroute Brücke zum Paradies Sauerland Waldroute

Das Paradies Sauerland Waldroute Paradies bei Warstein Sauerland Waldroute

Noch 1,7 Km! Nach 10 Minuten geht es noch ein letztes Mal links ab, weg vom breiten Weg auf einen Pfad. Die Umgebung wechselt jetzt noch mehrmals hintereinander. Gebüsche, Tannenwald, Laubwald, zum Schluss nochmal hohe Tannen. Hier ist der Weg teilweise nicht erkennbar. Dafür sind jede Menge W zu sehen. Und dann bin ich da, in der Herrlichkeit - Warstein. Es ist wie ein Blick in die Vergangenheit. Vor Monaten war ich hier und bin mit der Nordroute gestartet. Die Baustelle hier hat Fortschritte gemacht. Es ist vollbracht. Die komplette Waldroute. Hurra. Aber auch irgendwie Schade. Zwar liegt der Rückweg noch vor mir, aber das war es.

Weg zur Herrlichkeit Sauerland Waldroute Pfad zur Herrlichkeit Sauerland Waldroute

Die letzten Meter bis nach Warstein Sauerland Waldroute Herrlichkeit Nord und Süd Route Sauerland Waldroute

Strecke: 13 Km
Dauer: 4h
Schwierigkeit: Mittel bis Leicht

Gesamtstrecke: 237 Km
Gesamtdauer: 65h 30 Min

Fazit: Der letzte Streckenabschnitt hatte noch mal alles, was die Waldroute ausmacht. Weitsichten, Berge, Täler, Turm, Bäche, Quellen, Kapellen, kleien Überraschungen und einfach eine tolle Wegführung.

Tipp: Beim Rückweg sollte man dem <> Weg folgen, der vorbei am Juden Friedhof und Schutzhütte zum Markes Kreuz führt. Von dort den X1 Weg vorbei an der Ausspann Schutzhütte, zur Schutzhütte am Gemeinheitskopf. Der Weg bleibt auf der Höhe. Die Füße danken es einem und die Aussichten sind noch einmal grandios. Nun den Weg A3 nehmen, der zunächst Bergab führt und dann in Föckinghausen mündet.

Gesamtfazit: Toll war es. Viele verschiedene Landschaften gesehen, tolle Weitsichten gehabt und viel über das Sauerland, seien Geschichte und die Bodenschätze gelernt. Viele Wanderer, die ich getroffen habe und den Rothaarsteig gelaufen sind, finden die Waldroute deutlich interessanter. Viele Ecken, wie z.B. Kallenhardt, Alme, oder Bleiwäsche hätte ich bestimmt nie kennen gelernt. Dabei ist es dort interessant und schön. Insgesamt hat mir die Nordroute etwas besser gefallen, weil faktisch auf jedem Wegstück auch Infotafeln zu finden sind. Diese fehlen des Öfteren auf der Südroute. Für Kinder ist die Nordroute attraktiver, da dort viele Gerätschaften zum Probieren aufgebaut sind. Interessanterweise hat man auf der Nordroute die meisten Weitsichten. Nicht nur nach Norden in die Börden hinein, sondern auch tief in die Sauerländer Wälder. Ab und an habe ich aber auch etwas Kritik an der Route gehabt. Zum Beispiel hätte man den Weg zwischen Arnsberg und Möhne attraktiver gestalten können. Oft befinden sich interessante Bereiche in der Nähe, an denen man aber vorbeiläuft. So zum Beispiel in Bleiwäsche, wo der Pfad zum Steinbruch viel interessanter ist, als die Straße. Ab und an läuft man auch mal Schleifen, die nicht sein müssten und nichts Interessantes hervorbringen. Da liegt der Verdacht nah, dass der ein oder andere Meter geschunden werden soll, um die erforderlichen Kilometer für einen Weitwanderweg zu erhalten. Nichtsdestotrotz, der Weg war super und sollte ihn zumindest in Teilen einmal laufen.

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