Wilder Kaiser - Gruttenhütte

 

Gruttenhütte - Riedelhütte

Die Tour wurde Anfang August 2012 durchgeführt. Sicherungsgeschirr ist nicht notwendig. Die Gruttenhütte ist wohl die bekannteste Hütte am Wilden Kaiser. Bekannt durch viele Fernsehproduktionen, bietet Sie aber auch einen umfassenden Ausblick und liegt unterhalb vom Ellmauer Halt. Die Bilder lassen sich durch anklicken vergrößern.

Auf der Bundesstraße 178 / Loferer Straße, biegt man bei Ellmau beim Golfclub Wilder Kaiser in den Wochenbrunnerweg ab. Achtung! Wenn man Richtung Sant Johann in Tirol fährt, muss man zunächst rechts ab in den Ort Ellmau und eine Unterführung zurück fahren. Dabei gerät man leicht auf die Wimm Straße. Kurz nach der Unterführung rechts fahren, dann ist man wieder richtig. Die Straße führt direkt zur Wochenbrunneralm. Auch diese Straße ist kurz vor dem Ziel Mautpflichtig. 4,- EUR kostet die Maut. 1,5 EUR kann man sich dann bei der Wochenbrunneralm verrechnen lassen, wenn man dort etwas isst.

09:35 Uhr

Los geht es vom Parkplatz der Wochenbrunneralm (1080m über NN) (Infos). Die Hinweisschilder bieten mehrere Richtungen an. Von hier aus, kann man auch zur Gaudeamus Hütte laufen. Ich gehe direkt vom Parkplatz einen leicht steinigen Weg Bergauf, der kurz darauf von Tannen flankiert wird. Manchmal ist man sich bei den kleineren Hinweisschildern nicht sicher, ob man den Weg wechseln muss. Ich bleibe aber auf dem Hauptweg, der sich weiterhin durch den Wald schlängelt.

Parkplatz Wochenbrunneralm  Blick Richtung Wilder Kaiser

Weg zur Gruttenhuette  Waldweg zur Gruttenhuette

10:20 Uhr

Man verlässt nun den Wald. Geröllfelder müssen nun passiert werden und es wird merklich steiler. Schwitzen ist auf jeden Fall angesagt.

Geroellfelder Gruttenhuette  Weg durch Geroellfeld zur Gruttenhuette

Blick ins Tal  Flanke des Wilden Kaisers in der Naehe der Gruttenhuette

11:00 Uhr

Die Gruttenhütte ist nun sehr gut zu sehen. Scheint ganz nah zu sein. Aber noch muss man etwas höher. An einigen Stellen wird der Weg nun Steigähnlich. Man kommt aber ohne Hände und Seile gut daran voran.

Blick auf die Gruttenhuette  Steiniger Weg zur Grutenhuette

11:10 Uhr

Das Hochsteigen hat ein Ende. Man trifft nun auf eine Wegespinne auf 1598m über NN (Wilder Kaiser Steig, Gaudeamus Hütte). Ich halte mich nach links. Die Gruttenhütte ist nun gut zu sehen. Die Spitzen des Wilden Kaisers liegen in den Wolken. Die Flanken sind aber gut zu sehen. Fünf Minuten später ist man an der Hütte. Ich bestell mit ein großen Spezi. Der Wirt ist so nett und sagt mir, dass hier "groß" ein Liter bedeutet und "normal" einen halben Liter. Die normale reicht mir. Man ist gut durchgeschwitzt. Wenn jetzt noch die Sonne geknallt hätte, wäre ein Liter sicher sehr willkommen gewesen.

Wegespinne Gruttenhuette und Gaudeamushuette  Kurz vor der Gruttenhuette

Blick von der Gruttenhuette  Blick auf den Kaiser von der Gruttenhuette

Panorama Gruttenhuette  Ranorama Wilder Kaiser

11:30 Uhr

Es geht weiter. Ein Schild weist mich darauf hin, dass man von hier aus in 3,5h zum Stripsenjochhaus (Tour) wandern kann. Das ist aber ein Weg, bei dem man auf jeden Fall Sicherungsgeschirr benötigt und etwas für erfahrende Kletterer ist. Ich laufe nun wieder Talwärts. Diesmal aber auf den breiten Wirtschaftsweg, der zum Teil in die Felsen gehauen wurde und ein gutes Stück zu sehen ist. Nach ungefähr 20 Minuten wird der Weg wieder bewaldeter.

Blick zurueck auf die Gruttenhuette  Writschaftsweg von der Gruttenhuette zur Riedelhuette

Guttenhuette  Zur Riedelhuette durch den Wald

12:20 Uhr

Die Wegspinne Riedl-Kor (1275m über NN) ist erreicht. Rechter Hand befindet sich die bewirtschaftete Riedel Hütte auf 1268m über NN (Infos). Man muss nur ein kleines Stück den Weg hinab. Von hier aus sind es noch 60 Minuten bis zur Wochenbrunneralm (tatsächlich sind es nur 40 Minuten). Der Weg dorthin wird nun wieder schmaler und wurzeliger, führt aber durch einen schönen aufgelockerten Wald.

Wegespinne Riedl Kor  Riedelhuette

12:35 Uhr

Man erreicht eine große Wiese mit Findlingen und diversen Sitzgelegenheiten. Die Aussicht ist mal wieder toll. Also, mach ich eine kurze Pause. Dreht man sich um, kann man hoch oben die Gruttenhütte noch einmal gut sehen. Die Wiese scheint auch die anderen Wanderer in den Bann gezogen haben. Es erinnert mehr an einen Stadtpark, aber nicht im negativen Sinne. Am unteren Ende der Wiese sitzen aber Menschen ganz anderer Art. Mehrere ältere Menschen, in feinen Klamotten sitzen dort. Keiner hat Wanderschuhe an, eine Frau schminkt sich. Irgendwie passen die nicht recht her. Meine Vermutung, dass es Golfer sind, die von der nicht mehr weiten Wochenbrunneralm, auf den nunmehr waagerechten, breiten Weg, hierhin gelaufen sind, bestätigt sich, als ich wieder am Parkplatz bin. Dort stehen einige edle Autos mit Golf Embleme. Da werden die Herrschaften wohl am Abend von Ihrer großen Bergtour zu berichten haben. *g* Aber jeder nach seinen Möglichkeiten.

Wiese mit Findlingen  Ein letzter Blick auf die Gruttenhuette

13:05 Uhr

Der Parkplatz ist wieder erreicht. Eine schöne Tour. Am Anfang etwas anstrengend, aber mit 3,5h Wanderzeit (inkl. 30 Minuten Pausen), nicht allzu lange. Sie bietet weite Aussichten, ist abwechslungsreich und macht einfach nur Spaß.

Tipp:

Im ganzen Kaiser Bereich kann man gut Essen. Auf den Hütten schmeckt es noch mal so gut. Aber es ist auch nicht immer billig. Ein Wiener Schnitzel mit Salat und einem großen Spezi kriegt man überall für ca. 20 EUR. Nicht ganz billig. Im Ort Hopfgarten im Brixental (auf der anderen Seite der Hohen Salve), Bundesstraße 170, befindet sich eine Kirche, im Stil der Kirchen von Going, Ellmau und Söll, nur einen Stück größer und pompöser ausgestattet. Ein Besuch ist sie wert. Wenn man den Weg vor der Kirche ein wenig aufwärts geht, befindet sich rechter Hand eine Dönerbude. Für 5,- EUR bekommt man hier schon ein gutes Mahl. Nichts gegen die Wiener Schnitzel und Grillteller, aber so ein Dönerteller mag durchaus mal eine willkommene Abwechslung sein, auch für den Geldbeutel.

Kirche in Hopfgarten in Brixtal  Altar der Kirche Hopfgarten in Brixtal

 

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